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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, am 12.07.2010 bin ich rechtskr ftig

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 12.07.2010 bin ich rechtskräftig geschieden und möchte einen Antrag auf Wohnungszuweisung stellen. Wir wohnen beide noch im gemeinsamen Einfamilienhaus ( Miteigentum 50:50). Seit über einem Jahr wird kein Wort mehr gesprochen, jeder schließt sich ein und hat den anderen mittlerweile zum Feind. Er ist arbeitlos( ALG mtl. 1.400,00) lungert nur herum, läßt alles verkommen, zahlt sein einem halben Jahr keine Cent für Hypothek bzw. Bewirtschaftungskosten. Die Bank droht schon mit Zwangsversteigerung.
Ich arbeite seit 15 Jahren selbständig (mit Publikumsverkehr ) hier im Haus in einem Kellerraum und bin im Gegestatz zu ihm in der Lage, mit meiner ( unserer) Tochter, die dann wieder einziehen würde, das Haus zu halten, das höher verschuldet ist als es wert ist.
Er hat mir durch seinen Anwalt mehrmals schriftlich versichert, daß er freiwillig nicht auszieht. Ich möchte selbst den Antrag bei Gericht stellen.
Meine Frage:
Sind meine Chancen auf Wohnungszuweisung größer, wenn meine Anwältin die Sache in die Hand nimmt, kann ich etwas falsch machen ?
Wie groß ist die Gefahr, daß wir beide hier weiter wohnen müssen ( das Haus ist dafür nicht geeignet ) oder ich ausziehen muss ?
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,

unter den von Ihen geschilderten Umständen werden Sie eine Zuweisung nicht erreichen können, denn die Voraussetzungen einer Zuweisung liegen nicht vor. Eine Zuweisung des gemeinsamen Wohnraumes an den Antragsteller kommt nur dann in Betracht, wenn es dem Antragsteller nicht mehr zumutbar ist, den Mitbewohner in der gemeinsamen Wohnung zu dulden. Das wäre namentlich dann der Fall, wenn Ihr Exgatte Sie bedrohen oder an der misshandeln würde (dann läge ein Fall sog. häuslicher Gewalt vor) oder wenn Belange des Kindeswohles eines gemeinsamen Kindes dies geböten. Solange beides nicht der Fall ist, werden Sie eine Zuweisung zur alleinigen Nutzung an sich auch auf dem Gerichtsweg nicht erreichen können.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten Fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA

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