So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21568
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich bin an einer privaten Hochschule eingeschrieben,

Kundenfrage

Hallo,

ich bin an einer privaten Hochschule eingeschrieben, der ich noch eine Semestergebühr über 3450€ schulde.
Da ich dort aber nicht mehr studieren werde, habe ich vorgeschlagen die gesamte Rate auf einmal zu bezahlen, allerdings mit einem "Rabatt". Nun ist die Frage, welche Summe da angemessen ist, bzw. ob ich die Summe nenne, die ich zahlen möchte, oder darunter beginne?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne nehme ich zu Ihrer Frage informatorisch wie folgt Stellung.

Grundsätzlich stehen für die beasichtigte Bemessung einer solchen Abschlagszahlung keine Rechtsvorschriften bereit, die Orientierung bieten könnten. Desgleichen gibt es keinerlei verlässliche Erfahrungs- oder Richtwerte, die zugrunde gelegt werden könnten.

Gleichwohl drängt sich in der von Ihnen geschilderten Fallkonstellation eine Parallele zu der Handhabung von BAföG-Rückzahlung nach Beendigung der Ausbildung durch das Bundesverwaltungsamt auf. Bekanntlich erfolgt in diesen Fällen die Rückzahlung des BAföG-Darlehens in zeitlich gestreckten Raten. Die Verwaltungspraxis gewährt aber auf Antrag des Rückzahlungspflichtigen Nachlässe bei Ablösung der (Rest)verbindlichkeit durch Einmalzahlung. Die Höhe des Nachlasses bewegt sich dabei in der Regel in einer Bandbreite zwischen 15 und 25% - wobei diese Prozentsätze keine festen Größen darstellen.

Wenngleich es in Ihrem Fall nicht um eine BAföG-Rückzahlung geht, liefert diese Verwaltungspraxis doch immerhin einen gewissen Anhalt bei der konkreten Bezifferung des Abschlagszahlungsangebots, das Sie Ihrer Hochschule unterbreiten möchten. Es erscheint vor diesem Hintergrund zweckmäßig und aussichtsreich, eine Einmalzahlung
in Höhe von 75% des in Rede stehenden Betrages anzubieten.

Sie sollten sich aber keinesfalls ohne Not und verfrüht festlegen, sondern stattdessen versuchen, gegebenenfalls zusätzlichen Verhandlungsspielraum zu gewinnen und auszureizen. Gerade die Höhe Ihres Semesterbeitrages bietet unter Umständen einige Ansatzpunkte, die Einmalzahlung - etwa unter Verweis auf Anschaffungen oder Ihre sonstigen finanziellen Verpflichtungen - noch ein wenig nach unten zu schrauben.

Taktisch kann es sch daher empfehlen, bei der Bezifferung des Zahlungsvorschlages unter Darlegung bestehender finanzieller Lasten zunächst auf einen Nachlass in Höhe von 30% hinzuwirken. Verbunden werden kann das mit einem abschließenden Vorschlag, äußerstenfalls einen Abschlag in Höhe von 75% der Summe leisten zu können.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Auskünften gedient zu haben. Für etwaige Nachfragen stehe ich gerne und jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf Sie höflichst daran erinneren, die Ihnen erteilte Auskunft gemäß den Bedingungen, die der Nutzung dieser Plattform zugrunde liegen, zeitnah zu akzeptieren. Die rechtliche Beratung darf nach zwingenden berufsrechtlichen Bestimmungen nicht unentgeltlich erfolgen.

Soweit klärungsbedürftige Punkte offen geblieben sein sollten, bitte ich um entsprechende Nachfrage Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz