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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3191
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Joachim, bin nicht sicher ob Sie nun

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Joachim,

bin nicht sicher ob Sie nun die Frage schon erhalten haben oder ob ich Sie nochmal schicken soll.

Frage:
sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine frage bzgl Haftung eines Angestellten. Ich war als Sachbearbeiterin für Finanzen in einer Fa. bis zum 1 Mai angestellt. Zu meinen Aufgaben gehörte die Zahlung und Verbuchung von Reisekostenerstattungen an Dritte. Diese wurden vorab von meinen Kollegen sachlich und richtig abgezeichnet und die notwendige Zahlungsanordung erfolgte durch meinen Vorgesetzten. Bei einer Betriebsprüfung monierte der Prüfer das einige Rechnungen nur in Kopie vorlagen ( Person hatte die Originalrechnung aber verloren bzw. ist auf dem Postweg verloren gegangen) nun werden diese nicht als Betriebsausgaben anerkannt - mein Ex Vorgesetzter meint ich hätte diese Rechnung trotz Anordnung nicht bezahlen dürfen und hafte nun für den Schaden.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich habe Ihnen die Antwort soeben übersandt, hier ist Sie nocheinmal:

sehr geehrte Fragestellerin,

Eine Haftung eines Angestellten beziehungsweise Arbeitnehmers ist insofern eingeschränkt, dass sie lediglich für grobfahrlässige oder vorsätzliche begangene Handlung voll haften. Keine Haftung ist rechtlich vorgesehen für leicht fahrlässige Verfehlungen. Im Bereich der mittleren Fahrlässigkeit wird der Schadenzwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Haftung von Arbeitnehmern.

Diese dürfte in Ihrem Fall Anwendung finden. Allerding wäre vorabab zu prüfen, inwiefern hier und falls ja welcher Grad der Fahrlässigkeit vorliegt. Sofern sie gewusst haben, dass Auszahlungen nur auf Originalrechnungen erfolgen dürfen und Fotokopien nicht vom Finanzamt anerkannt werden, dürfte hier evtl. eine mittlere Fahrlässigkeit vorliegen. Dabei gilt es jedoch auch zu beachten, dass der Arbeitgeber eine Schadensminderungspflicht hat. Er muss nun versuchen, hier die Originalrechnung dem Finanzamt vorzulegen oder dem Finanzamt darzustellen, dass diese Zahlungen auch tatsächlich zurecht geflossen sind.

Erste dann dürfte hier gegebenenfalls, wenn überhaupt, eine hälftige Haftung infrage kommen, in da darüberhinaus ja auch von Ihrem Kollegen die sachliche Richtigkeit festgestellt worden ist.

sofern sie hierauf verlassen konnten, wirft überhaupt keine Haftung infrage kommen, da dann die Frage nach der Originalrechnung gegebenenfalls bei ihren Kollegen gibt.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung, sollten noch weitere Fragen bestehen.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Joachim,

ich hatte die erste Antwort schon akzeptiert ( 25 Euro) - falls ich noch weitere Infos brauche werdeich wieder an Sie wenden.

Vielen Dank