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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3781
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo ich habe eine Frage. Ich habe mich bei Outlets.de angemeldet

Kundenfrage

Hallo ich habe eine Frage. Ich habe mich bei Outlets.de angemeldet und erst kurz danach gesehen,dass es kostenpflichtig ist. Daraufhin habe ich sofort einen Brief, mit meiner Widerrufsrecherklärung an die Adresse, welche dort angegeben ist, geschickt. Vor ca. einer Woche bekam ich dann eine E-Mail worin stand eine Rechnung mit 96 Euro wäre noch offen. Vor lauter Unsicherheit habe ich das Geld dummerweise überwiesen. Erst danach habe ich mich im Internet erkundigt und bemerkt, dass es vielen so geht und das dies die absolute abzocke ist. Wieder ein paar Tage später dann habe ich dann erst gelesen das ich angeblich einen Vertrag von 24 Monate abgeschlossen habe. Das war mir aber so nicht bewusst. Eigentlich müsste ich nächstes Jahr wieder 96 Euro zahlen. ich weis jetzt nun nicht wie ich weite gehen soll und wäre sehr dankbar über einen Rat! Mit freundlichen Grüßen Tatjana Z.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Zahlen Sie im nächsten Jahr nicht. Sie haben keinen Vertrag geschlossen. Ein Vertrag wird nur geschlossen, wenn Sie wissentlich und willentlich eine auf Vertragsschließung gerichtete Willenserklärung abgeben.

 

Den angeblich geschlossenen Vertrag könnten Sie zusätzlich nochmals rein vorsorglich widerrufen gemäß §§ 312d, 355 BGB, wegen arglistiger Täuschung anfechten und fristlos kündigen:

 

"Ich habe keinen Vertrag mit Ihrem Unternehmen geschlossen. Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht widerrufe ich rein vorsorglich den angeblich geschlossenen Vertrag gemäß §§ 312d, 355 BGB, fechte diesen wegen arglistiger Täuschung an und kündige fristlos. Ich bin an keiner wie auch immer gearteten Dienstleistung Ihres Unternehmens interessiert."

 

Mit einem solchen Schreiben hätten Sie alles ausgeschöpft, was Sie im außergerichtlichen Bereich tun können.

 

Sie sollten die Mahnungen, die Sie erhalten, ignorieren. Auch wenn Sie von einem Inkassounternehmen angeschrieben werden sollten. Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Gefährlich wird es erst, wenn Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten. Erst dann müssen Sie tätig werden.

Aber erfahrungsgemäß wird das Unternehmen es nicht auf einen Gerichtsprozess ankommen lassen. Man wird weiter versuchen, Sie einzuschüchtern. Diesen Einschüchterungen können Sie aber gelassen entgegen sehen. Denn das Unternehmen muss beweisen, dass ein Vertrag zustandegekommen ist. Dieser Beweis wird nicht zu führen sein.

 

Eine Strafanzeige ist auch denkbar. Es gibt ein Urteil des AG Marburg (Az.: 91 C 981/09), das bei Abo-Fallen Betrug annimmt.