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Anja Merkel
Anja Merkel, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2270
Erfahrung:  Staatsexamen, Internationaler Titel LL.M.Eur, Zulassung als Rechtsanwältin
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Anja Merkel ist jetzt online.

Hallo, mein Sohn ist innerhalb der lezten 14 Tage auf 2

Kundenfrage

Hallo,

mein Sohn ist innerhalb der lezten 14 Tage auf 2 Abzockfirmen (routenplaner.de und Service und payment GmbH hereingefallen, indem er sein Häkchen an die AGB Bestimmungen gemacht hat mit Angabe seiner Adresse und E-Mail Adresse. Beide male kam eine Rechnung über 96,00 € mit dazugehörigen Mahngebühren. Die Betreiber behaupten die Rechnung an die E-Mail Adresse gesendet zu haben. Routenplaner de hat dies auch gemacht, aber erst die Rechnung mit Androhung Inkasso. Service und payment gmbH hat überhaupt keine E-Mail gesendet.

Wie verhalten wir uns jetzt. In Akte 2010 wurde am Samstag über diese Themen gesprochen und darauf hingewiesen nicht zu zahlen.

Könnten Sie uns ein Schreiben bezüglich dieser Abzocken aufsetzen und was müssten wir hierfür zahlen?

Mein Sohn ist volljährig.

Danke!
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Anja Merkel hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Sehr geehrte Ratsuchende,




ich beantworte Ihre Frage aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben folgendermaßen.




Ihr Sohn ist auf eine Abofalle hereingefallen. Da den Betroffenen zumeist nicht ersichtlich ist, dass hier eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abgeschlossen wurde, ist fraglich ob der Vertrag überhaupt zustande gekommen ist. Bezahlen Sie nicht, da der Betreiber der Webseite beweisen muss, dass tatsächlich ein Vertrag zustande gekommen ist.




Folgendes Schreiben können Sie verwenden:

Sehr geehrte Damen und Herren,




ein Vertrag über eine kostenpflichtige Mitgliedschaft ist zu keinem Zeitpunkt zustande gekommen.




Ich erkläre, dass ich den angeblich geschlossen Vertrag wegen arglistiger Täuschung gem. § 123 BGB anfechte.




Des weiteren widerrufe ich vorsorglich den angeblich geschlossenen Vertrag gemäß 355 BGB i.V.m. § 312 Abs. 2 BGB und fechte den Vertrag auch hilfsweise und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht wegen Irrtum über den Inhalt der Willenserklärung. Danenben erkläre ich vorsorglich die fristlose Kündigung.




Des weiteren behalte ich mir, eine Anzeige wegen Betruges, vor.




Ich betrachte die Angelegenheit als erledigt.




Mit diesem Schrieben haben Sie alles ausgeschöpft, was Sie im außergerichtlichen Bereich tun können. Ein Handlungsbedarf besteht erst, wenn gegen Sie ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wird. Dann müssen innerhalb der 2 Wochen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen.








Sofern Ihre Frage noch nicht abschließend beantwortet sein sollte, machen Sie bitte von Ihrem Fragerecht Gebrauch. Ansonsten bitte ich höflichst um akzeptieren der Antwort.




Mit besten Grüssen


Anja Merkel, LL.M.

Rechtsanwältin



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