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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 919
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Hallo, habe das Finanzamt hintergangen. Habe als Selbst ndiger

Kundenfrage

Hallo,
habe das Finanzamt hintergangen. Habe als Selbständiger vor 8 Jahren Verbot zur Selbständigkeit erhalten. Habe daraufhin bei Abrechnungen eine fingierte Steuernummer und eine fingierte Person angegeben. Habe per anno ca. 30.000 Euro brutto verdient. Was kann bzw. was soll ich tun bzw. was erwartet mich.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für ihre Frage:

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Sie haben über 8 Jahre Einkommensteuer hinterzogen. Wenn das Finanzamt von diesem Sachverhalt keine Kenntnis erlangt hat, können Sie durch eine Selbstanzeige und Nachzahlung der hinterzogenen Einkommensteuern auch für den noch nicht verjährten Zeitraum Straffreiheit erlangen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie die hinterzogenen Steuern insoweit nacherklären und an das FA abführen. Die Verjährungsfrist für Steuerhinterziehung beträgt 5 Jahre. Sollte das FA vor Stellung einer wirksamen Selbstanzeige von der Steuerhinterziehung Kenntnis erlangen, dann wird gegen Sie ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet und bei ausreichenden Beweisen ein Strafbefehl durch das zuständige Gericht gegen Sie erlassen, vorausgesetzt, es wurde das Strafverfahren gegen Sie nicht zuvor gemäß § 153 a StPO durch die Straf und Bussgeldsachenstelle des Finanzamts eingestellt. Eine strafbefreiende Selbstanzeige ist bei Tatentdeckung grundsätzlich ausgeschlossen! Die Straferwartung bei Erlass eines Strafbefehls gegen Sie wegen Steuerhinterziehung: Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung. Unabhängig davon werden die hinterzogenen Einkommensteuern zuzüglich Hinterziehungszinsen vom Finanzamt im Steuererhebungsverfahren gegen Sie festgesetzt und nachgefordert. Bei Schadenswiedergutmachung (Nachzahlung der hinterzogenen Einkommensteuern innerhalb einer Frist von 6 Monaten) ist, wie ich bereits zuvor angemerkt habe, auch eine Einstellung des Strafverfahrens gemäß § 153a StPO möglich, wenn das zuständige Amtsgericht und Sie als Beschuldigter sowie die zuständige Stelle des Finanzamts selbst einer Einstellung entsprechend der Voraussetzungen dieser Bestimmung zustimmen.

 

Ich weise Sie weiter darauf hin, dass abgesehen von dem Tatvorwurf der Steuerhinterziehunng noch weitere Straftatbestände mitverwirklicht sein können, die zu einer Abgabe der Strafsache wegen Steuerhinterziehung an die zuständige Staatsanwaltschaft durch die zuständige Stelle des Finanzamts führen können. In diesem Fall wird die Staatsanwaltschaft bei hinreichenden Tatverdacht Anklage beim zuständigen Gericht stellen und es wird zu einer Hauptverhandlung gegen Sie kommen.

 

 

Sie müssen vor diesem rechtlichen Hintergrund unbedingt einen Fachanwalt für Steuerrecht oder Fachanwalt für Strafrecht aufsuchen und sich von diesem eingehend in Bezug auf die weitere Vorgehensweise in ihrer Sache beraten lassen, um das bestmögliche Ergebnis für sich erzielen zu können.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Nachfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung.

 

Weiter bitte ich höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antwort.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

 

 



Verändert von K. Severin am 24.06.2010 um 09:57 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

 

diese Frage wurde nur beantwortet unter der Voraussetzung, dass Sie die AGB gelesen haben und bereit sind, meine Antwort entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren. Ich bitte Sie deshalb höflich, meine Antwort durch Akzeptierung zu bezahlen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 14.07.2010 um 06:05 Uhr EST