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Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Simone Günther ist jetzt online.

Kind aus One-Night-Stand hat gerade das 12. Lebensjahr erreicht.

Kundenfrage

Kind aus One-Night-Stand hat gerade das 12. Lebensjahr erreicht. Mutter ist inzwischen verheiratet, Kind lebt in dieser Familie. Ich habe bisher 290 Euro Unterhalt gezahlt und soll jetzt 370 Euro pro Monat bezahlen.

Habe aber gerade mit meiner Lebensgefährtin gebaut und muss monatlich 105 Euro Bafög zurückzahlen - das wird eng.

Während meiner Studienzeit hat Jugendamt Unterhaltszuschuss bezahlt, wovon ich noch 1.600 Euro zurückbezahlen muss.

Was kann ich tun? Ich bin bereit, Unterhalt zu zahlen, aber eben nicht so viel.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage darf ich unter Berücksichtigung der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworten:

Bestehende Schulden und Belastungen werden vom unterhaltsrechtlichen Einkommen abgezogen, so dass Sie die monatlichen Belastungen der Gegenseite mitteilen sollten, damit ihr monatliches Einkommen korrekt berechnet werden kann. Dieses bildet dann die Grundlage für die Unterhaltsberechnung.

In diesem Rahmen könnten Sie der Gegenseite auch einen Vergleich in der Form anbieten, dass Sie einen monatlich zu bezahlenden Betrag vorschlagen.

In jedem Falle sollten Sie die Berechnung von einem Rechtsanwalt überprüfen lassen.
Dafür stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte und darf Sie höflichst bitten, die Anwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin

E-Mail:[email protected]
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ein bisschen tiefer gehen muss ich da noch. Heißt das, die monatliche Kreditbelastung fürs Haus kann ich von meinem EInkommen abziehen, obwohl das Haus erst neulich gebaut wurde?

Ein paar nähere Angaben: Ich verdiene 2.000 Euro netto, wir bezahlen zu zweit 2.100 Euro Kredite fürs Haus, also wäre mein Anteil 1.050 Euro - wir erhalten aber 481 Euro Miete, also müsste man 240 Euro (mein Anteil) wieder abziehen, heißt, mein Einkommen wäre 2.000 minus 1.050 plus 240 = 1190 Euro? Außerdem kann ich die 105 Euro Bafög abziehen und bin dann bei 1085 Euro? Welche Belastungen wären noch abzugsfähig? Versicherungen?

Aber was noch wichtig ist: ich lebe in einem eheähnlichen Verhältnis. Wird dann das Einkommen meiner Partnerin mit berücksichtigt?


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich muss jetzt leider bald offline gehen und kann die Frage erst morgen akzeptieren bzw. ggf. antworten...
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Grundsätzlich ist zunächst das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen zugrunde zu legen, welches sich nach den Einkommensverhältnissen der letzten 12 Monate richtet.

In diesem Zusammenhang muss ich mich insofern korrigieren, als dass Kreditraten für nach der Trennung / Scheidung erworbene Immobilien bei der Einkommensberechnung nicht absetzbar sind.
Hinsichtlich der Bafög-Schulden sind diese in jedem Fall von dem Einkommen abzuziehen, falls es sich um Schulden handelt, die schon vor der Geburt des Kindes gemacht wurden.

Die Mieteinnahmen müssen Ihrem Einkommen dann noch hinzugerechnet werden.

Hinsichtlich der weiteren abzugsfähigen Positionen bleibt zu erwähnen, dass eine abschließende Aufzählung in diesem Rahmen nicht möglich ist.
Hinsichtlich des von Ihnen gewählten Beispiels (Versicherungen) kann ich Ihnen mitteilen, dass nur sehr wenige Versicherungen bei der Berechnung des unterhaltsrechtlichen Einkommens in Abzug gebracht werden können, so z.B. eine private Krankenversicherung, nicht jedoch z.B. eine Unfall-, Rechtsschutz-, Haftpflicht- oder Risikolebensversicherung.

Eine genaue Berechnung ist hier leider nicht möglich. Dafür sind umfassende Angaben von Ihnen erforderlich, welche den hier vorgegebenen Rahmen überschreiten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte und darf Sie nun bitten, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin

Verändert von Simone Günther am 17.06.2010 um 18:31 Uhr EST
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bislang haben Sie meine Antwort noch nicht akzeptiert. Ich darf Sie bitten, dies nun nachzuholen.

MFG
Simone Günther
Rechtsanwältin
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bislang haben Sie meine Antwort noch nicht akzeptiert. Ich darf Sie bitten, dies nun nachzuholen und mich für meine Arbeit zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sorry, war erkrankt.
Hm, warum sind Schulden für Immobilien nicht vom Einkommen abziehbar? Schließlich baue ich doch damit das Erbe des Kindes auf?

Ich hatte mir nur eigentlich einen praktischen Ratschlag erhofft, was ich tun kann. Ein Vorschlag Ihrerseits war ja, der Mutter einen Vergleich anzubieten. Meine Frage ist: da das Kind ja das 12. Lebensjahr erreicht hat: Ist es so, dass das Jugendamt eingreift bzw. klagt, wenn ich keinen oder weniger Unterhalt bezahle? Oder ist hier die Mutter auf sich alleine gestellt? (Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will mich nicht vor meiner Verantwortung drücken. Aber der Ablauf der ganzen Geschichte war nicht fair.) Danke XXXXX XXXXX
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage darf ich wie folgt beantworten:

Die Schulden, die Sie nach der Ehe für die Immobilie machen, können nicht abgezogen werden, weil sie den Unterhaltsanspruchs des Kindes verringern. Die Immobilie kommt dem Kind nicht in dem Moment zugute, in dem es Anspruch auf Kindesunterhalt hat. D.h. das Kind ist jetzt bedürftig, nicht in dem Augenblick, in dem Sie versterben und das Kind sich selbst versorgen kann.
Ein Abzug wäre nur dann von Gesetzes wegen gestattet, wenn das Kind in dem Haus, für das Sie Schulen aufgenommen haben, wohnhaft wäre.
Das Jugendamt wird auch an Sie herantreten und den gezahlten Unterhaltsvorschuss von Ihnen zurückverlangen. Dies kann im Klageweg geschehen.

MFG Simone Günther
Rechtsanwältin

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