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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26597
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe heute mit einem Vertreter

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe heute mit einem Vertreter der DWI GmbH Hannover einen Notar in Hannover aufgesucht um einen Kaufvertrag über eine vermietete Eigentumswohnung mit Auflassung beurkunden zu lassen. Im nachhinein ist mir klar geworden, dass ich etwas übereilt gehandelt habe, besonders bezogen darauf dass mir ein Kaufvertragsmuster erst ca. 2 Stunden vor dem Notarbesuch vorgelegt wurde und ich dann beim Notar dies nicht erwähnt habe. Auch habe ich den Verkaufsgegenstand vorher nicht gesehen, dies aber dem Notar mitgeteilt. Die Beurkundung des Kaufvertrages wurde abgeschlossen.
Nun meine Frage. Besteht eine Möglichkeit aus dem Vertrag heraus zu kommen? Widerruf oder ähnliches und welche kosten kämen auf mich zu?

Mit freundlichen Grüßen
Karina Holze
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Der Notarvertrag muss Ihnen grundsätzlich 14 Tage vor dem Notartermin zur Verfügung gestellt werden. Dies allein berechtigt Sie nicht zum Rücktritt vom notariellen Kaufvertrag. Überprüfen Sie zuerst ob im notariellen Vertrag ein Rücktrittsrecht vereinbart wurde.

Sie haben die Möglichkeit vom Vertrag zurückzutreten, wenn Sie arglistig getäuscht wurden.

Um die Frage der arglistigen Täuschung klären zu können, sollten Sie als erstes die gegenständliche Wohnung ausführlich besichtigen. Soweit die Wohnung vom notariellen Kaufvertrag abweicht oder erhebliche Mängel aufweist.

Sollte dies der Fall sein, so dokumentieren Sie diese Mängel ausführlich. Soweit Ihnen der Mangel durch den Verkäufer verschwiegen wurde, so haben Sie die Möglichkeit den Vertrag wegen Arglistiger Täuschung anzufechten gem. § 123 BGB.

Zu den Kosten:

Ausschlaggebend ist der Streitwert. Haben Sie für die Wohnung 150.000 EUR bezahlt, so betragen die aussergerichtlichen Anwaltskosten etwa 2500 EUR.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht