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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27024
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend sehr geehrte Damen und Herren.Mein Mann und ich

Kundenfrage

Guten Abend sehr geehrte Damen und Herren.
Mein Mann und ich sind getrennt lebend. Unser Sohn lebt bei mir. Unser Sohn hat seit einger Zeit Probleme, ich nehme an, dass sie psychischer Natur sind. Ich bin mit der Schule in Kontakt, mit einem Schulpsychologen, dem Hausarzt und ab 23.06.10 in ambulanter Behandlung im Krankenhaus Bremen-Ost, die für solche "Kinder" zuständig sind.
Nun hat mein Mann mir heute gedroht, dass falls sich der Zustand unseres Sohnes nicht nach den Ferien drastisch ändert, er zum Jugendamt gehen würde und das Kind zu sich nehmen würde, da ich wohl das "Problem" sei. Wie Sie aus meinen Aktivitäten erkennen können bin sich sehr wohl darauf bedacht, dass sich unser Sohn wieder fängt und seinen normalen Alltag wieder aufnehmen kann.
Meine Frage: hat mein Mann überhaupt eine Chance mir meinen Sohn zu entziehen?
Wir haben zurzeit ein gemeinsames Sorgerecht. Wie kann ich das alleinige Sorgerecht bekommen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Maßgebend ist in beiden Fragekonstellationen ein Grundprinzip: Das Kindeswohl.

Danach besteht die Möglichkeit Ihnen die elterliche Sorge zu entziehen, wenn es dem Kindswohl entspricht. Bei den von Ihnen angeführten Aktivitäten ist davon auszugehen, dass Sie alles erforderliche veranlasst haben, um den Problemen Ihres Sohnes, welcher Natur sie auch sein mögen, entgegen zu treten.

Allein der verständliche Wunsch nach Änderung bis nach den Ferien ist dabei nicht ausreichend.

Wichtig und das steht dem Wunsch Ihres Mannes nach Übertragung entgegen, ist die Mutter-Kind- Bindung. Das bedeutet, die Tatsache, dass das Kind bei Ihnen lebt, aufwächst und von Ihnen erzogen wird, spricht gegen eine Übertragung der elterlichen Sorge auf den Kindsvater.

Dagegen bestehen derzeit gute Chancen, die elterliche Sorge allein auf Sie zu übertragen, da zwischen Ihnen derzeit Uneinigkeit über die Gesundheitsfürsorge betreffend Ihren Sohn besteht. In solchen Fällen ist die Beibehaltung der elterlichen Sorge nicht mehr tragbar.

Soweit Sie die Übertragung der elterlichen Sorge beantragen, wird das Gericht unter Umständen ein Sachverständigengutachten einholen mit der Beweisfrage, ob die Sorgerechtsübertragung auf die Kindsmutter dem Kindeswohl ab Besten entspricht.

Dem Ergebnis dieses Gutachtens wird das Gericht im Regelfall folgen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht