So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

welche m glichkeiten habe ich als sorgeberchtigter Vater, wenn

Kundenfrage

welche möglichkeiten habe ich als sorgeberchtigter Vater, wenn die Kindsmutter den Umgang mi der Tochter nicht gewährleistet?
Mweine Tochter ist 5 1/2 Jahre und soll nach Ansicht der Mutter entscheiden, ob sie zum Vater möchte. Diesen Loyalitätskonflikt kann meine Tochter nicht bewältigen und entscheidet sich lieber für die verweigerung des Besuches.
Was kann ich tun?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, das ist typisch, dass eine 5 1/2jährige den Loyalitätskonflikt nicht bewältigen kann. Die Rechtsprechung geht etwa bei einem Alter von 12 Jahren davon aus, dass ein Kind selbst darüber entscheiden kann, ob es Umgang mit dem Vater haben möchte oder nicht.

Soweit das Jugendamt hier versagt, empfehle ich Ihnen dringend sofort und ohne Zögern ein Umgangsverfahren einzuleiten. Das Kind wird dann das Ihnen bekannte Umgangsrecht (14Tage-Wochenende,..) zusprechen, was den Umgang gewähren sollte.

Sollte der Umgang trotz gerichtlichem Beschluss weiterhin nicht funktionieren, so können Sie beantragen, dass ein Umgangspfleger bestellt wird. Dieser wird dann den Umgang, notfalls auch mit Hilfe des Gerichts, durchsetzten.

Sollte sich die Mutter weiterhin so verhalten wie jetzt, nämlich dass sie den Umgang boykottiert, so kann das Jugendamt im Extremfall mit Hilfe des Gerichts in das Sorgerecht der Kindsmutter (Aufenthaltsbestimmungsrecht) eingreifen um so den Umgang zu gewährleisten.

Beantragen Sie jedoch als erstes und am besten sofort die Regelung des Umgangs beim Familiengericht.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Herr Schiessl,
Danke für die Info. Habe mich bisher immer gescheut, den Gang zum Familiengericht und die damit hervorgerufenen Zwangssituation einzuleiten, da ich Rückwirkungen auf mein Kind befürchte. Scheint aber kein Weg darn vorbei zu führen.
Raten sie zu anwaltlichem Beistand in dieser Familiengerichtssache oder sollte das JA mich hier unterstützen?

Herzlichen Gruß aus Berlin
R. Pless
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Der Gang zum Familiengericht muss nicht unbedingt zu einer Eskalation des Streits führen. Meiner Erfahrung nach bewirkt das Verfahren vielfach, dass es zu einer vergleichsweisen Regelung zwischen den Elternteilen kommt, die eine höhere Akzeptanz hat als eine bloße Regelung vor dem Jugendamt.

Meiner Erfahrung nach ist eine anwaltliche Vertretung durchaus sinnvoll und dem manchmal überforderten Jugendamt (als Verfahrensbeteiligten) vorzuziehen. Achten Sie jedoch darauf, einen erfahrenen Fachanwalt zu beauftragen, da nicht spezialisierte Kollegen oft unnötig Öl ins umgangsrechtliche Feuer gießen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz