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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26355
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, bin stellvertretende Bereichsleitung,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
bin stellvertretende Bereichsleitung, aufgrund einer schriftlichen Sammelbeschwerde über mich durch 11 Mitarbeiter von 17 insgesamt entzog mir die Geschäftsführung die Leitungsfunktion und bietet mir eine Versetzung auf einen anderen Bereich als Mitarbeiter ohne Leitungsfunktion. Die Beschwerden beruhen auf Interpretationen, Halbwahrheiten und Lügen.
Kann ich die Mitarbeiter wegen Verleumdung, bzw. Mobbing belangen.
Bin aufgrund des Vorfalles krankgeschrieben, da ich völlig am Ende bin. Bin 12 Jahre in der Firma tätig. Habe gute Arbeitszeugnisse und kaum Krankheitstage.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit Ihre Mitarbeiter Unwahrheiten über Sie verbreitet haben, können Sie diese natürlich zunächst zivilrechtlich Belangen. Gegen diese Mitarbeiter steht Ihnen ein sogenannter Unterlassungsanspruch zu, § 1004 BGB. Das bedeutet, Sie können gerichtlich mit Hilfe von Zwangsgeld und Zwangshaft durchsetzen, dass diese Mitarbeiter weiter Unwahrheiten über Sie behaupten. Sollten Sie durch unwahre Äußerungen Ihrer Mitarbeiter noch einen Schaden erlitten haben, steht Ihnen darüberhinaus noch ein Schadensersatz zu.

Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit einer strafrechtlichen Verfolgung, da in der Verbreitung unwahrer Tatsachen auch eine Beleidigung gem. § 185 StGB gesehen werden kann.

Nun zum Arbeitgeber:

Zunächst müssen Sie wissen, dass der Arbeitgeber gegenüber seinen Arbeitnehmern, also auch Ihnen gegenüber Pflichten hat.
Der Arbeitgeber hat als arbeitsvertragliche Nebenpflicht gemäß § 241 II BGB das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers gegen Eingriffe durch Belästigungen Dritter, insbesondere anderer Arbeitnehmer des Betriebs oder Unternehmens, zu schützen.

Um diese Pflicht umsetzen zu können, muss Ihr Arbeitgeber zu den bekannten Mitteln, wie Rüge, Ermahnung, Abmahnung, Versetzung und Kündigung gegen Ihre Mitarbeiter gebrauchen.

Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, dass Sie hier auch Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche gegen den Arbeitgeber haben können.

Kommt der Arneitgeber seiner Verpflichtung nicht nach so haben Sie, aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sogar einen Anspruch auf Schmerzensgeld gegen den Arbeitgeber. Das dieser hier berechtigt ist, sehe ich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung.

Sie sehen also aufgrund meiner Darstellungen, dass Ihre Umsetzung hier sicherlich der falsche Weg ist und Ihnen hier zahlreiche Rechte zur Verfügung stehen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Frage zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich bitte meine Frage zu akzeptieren und mich somit für meine Arbeit zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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