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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26896
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe eine Nachberechnung vom Arbeitgeber erhalten in der

Kundenfrage

Ich habe eine Nachberechnung vom Arbeitgeber erhalten in der er mir für /03 und /04 2010 unbezahlte Kranktage abgezogen hat. Im folgenden meine Arbeits- Krank- und Urlaubstage. Ergänzend ist zu sagen das ich aus verschiedenen Gründen/Diagnosen arbeitsunfähig war.

4.01. - 16.01. krank
18.01. Arbeitseinsatz
19.01. - 31.01. krank
01.02. - 03.02. Arbeitseinsatz
04.02. - 13.02. Urlaub
15.02. - 20.02. Arbeiteinsatz
22.02. - 27.02. Urlaub
01.03. - 05.03. Arbeitseinsatz
06.03. - 27.03. krank (ab 21.03. unbezahlt)
29.03. - 03.04. Urlaub
06.04. - 17.04. krank (komplett unbezahlt)
19.04. - 23.04. Urlaub
ab 24.04. Mutterschutz

Ist der Abzug gerechtfertigt oder kann ich eine Neuberechnung fordern?!

Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie können dann eine Neuberechnung beziehungsweise Nachzahlung des Arbeitslohnes verlangen, wenn Sie während der gesamten Fehlzeiten einen Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankheitsfalle hatten. Von Bedeutung ist dabei Ihren Angabe, dass Sie aufgrund Ihrer verschiedenen Diagnosen arbeitsunfähig krank waren.

Werden Sie nach einer Genesung erneut arbeitsunfähig krank und besteht ein Zusammenhang zu der ersten Arbeitsunfähigkeit, so stellt sich die Frage nach der Höchstdauer der Entgeltfortzahlung, § 3 I 2 EFZG. Diese Vorschrift gilt, wenn Sie infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig werden. Die zweite Erkrankung muss dazu auf derselben Grundlage beruhen wie die erste, oder beide Erkrankungen müssen auf derselben chronischen Veranlagung fußen.

 

Soweit dies bei Ihnen nicht der Fall ist, läuft die 6 Wochenfrist bei jeder weiteren Erkrankung neu an.

 

Beachten Sie dabei bitte, dass für das Vorliegen der oben genannten Fortsetzungserkrankung Ihr Arbeitgeber beweispflichtig ist. Sollte keine Fortsetzungserkrankung vorliegen, so empfehle ich Ihnen Ihren ausstehenden Arbeitslohn gegebenenfalls durch das Arbeitsgericht einzufordern.

 

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

 

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Ratsucher,

ich bitte meine Antwort nunmehr zu akzeptieren und mich damit für meine Arbeit zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt