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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3494
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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Hallo und danke! Ich habe im Januar einen Skianzug f r meine

Kundenfrage

Hallo und danke! Ich habe im Januar einen Skianzug für meine Tochter im Internet kaufen wollen und bin dabei auch auf die Seite von Outlets.de Fabrikverkauf gestoßen. Dort habe ich meine Daten eingegeben, mir dann die AGB durchgelesen und nicht zugestimmt und somit auch nicht bestellt und auch nicht angemeldet. Nach der ersten Forderung von Geld für meine angebliche Mitgliedschaft, habe ich eine E-mail geschickt, das ich die Forderung nicht akzeptiere. Nun habe ich eine weitere Forderung mit drastischen Mahngebühren erhalten. Muß ich das bezahlen? Eshandelt sich um 140,00€ und ein zweites Jahr Vertragslaufzeit mit einer weiteren Forderung von 96,00€. Gruß von Anne
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:



Sie sind offenbar einer Abofalle im Internet zum Opfer gefallen. Bei diesen Dienstleistungsangeboten wird die Kostenpflichtigkeit versteckt, so dass dem ahnungslosen Verbraucher ein Abonnement untergeschoben wird, obwohl dieser nur entweder eine unentgeltliche Information haben oder eine kostenlose Software nutzen wollte.

Nur berechtigte Forderungen müssen Sie begleichen. Hierzu müssten Sie bewusst und gewollt einen Vertrag geschlossen und gewusst haben, dass es sich um einen kostenpflichtige auf eine Mindestvertragslaufzeit abzielende Vereinbarung handelt.
Darüber hinaus müssen Sie ordnungsgemäß in Textform über Ihr Widerrufsrecht als Verbraucher belehrt worden sein.

Das Prinzip der Abofallenabzockunternehmen beruht auf Einschüchterung der Verbraucher in Form von Rechnungen/Mahnungen, Schriftsätze von Inkassounternehmen oder Rechtsanwälten, wobei mit der Einleitung von Gerichtsverfahren, Zwangsvollstreckungen sowie mit SCHUFA-Einträgen gedroht wird.

Den Schriftverkehr können Sie bedenkenlos zur Seite legen, wenn Sie ganz sicher keinen kostenpflichtigen Vertrag geschlossen haben.
Reagieren müssen Sie aber, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt wird.
In diesem Fall empfehle ich Ihnen, sich durch einen Kollegen vertreten zu lassen.

Ihre Willenserklärung können Sie jedenfalls widerrufen, wenn die gegenseitigen Leistungen nicht vollständig erfüllt worden sind (Sie bspw. noch nicht gezahlt haben).
Nach meinen Erfahrungen ist es nicht empfehlenswert, wenn Sie selbst mit dem Unternehmen Schriftverkehr führen, da Verbrauchschreiben grundsätzlich ignoriert werden.

Nach alledem haben Sie keinen Vertrag geschlossen und müssen auch nicht zahlen.

Der effektivste Weg ist und bleibt die Einschaltung eines Kollegen.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Sie mögen bitte noch meine Antwort akzeptieren, damit eine Abrechnung erfolgen kann, sowie eine Bewertung abgeben.

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