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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich bin vor 6 1/2 Jahren nach Kanada ausgewandert, war schwanger

Kundenfrage

Ich bin vor 6 1/2 Jahren nach Kanada ausgewandert, war schwanger zudem damaligen zeitpunkt. Wir sind auch geschieden. Das Kind wurde in kanada gebohren und hatte nie einen kontakt mit dem vater. Er hat auch die Vaterschaft angezweifelt, und ich habe auch niemals unterhalt bekommen. Ich habe das alleinige sorgerecht, vom Kanadischen staat bekommen. Wir haben beschlossen fur einige Jahren nach Deutschland zu fahren, und ich habe angst das mein ex mir wieder das leben schwer machen wird. Ich moechte kein unterhalt von ihm und er soll mich einfach inruhe lassen, weil er mich am anfang meiner schwangerschaft, die ihm bewusst war, gewurgt hat und keine rucksicht auf mich genommen hatte. Welche rechte habe ich wenn er das kind sehen moechte, oder sagt er mochte einen faterschafts test machen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

 

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

 

Ich gehe davon aus, dass es keine Vaterschaftsanerkennung gibt, so dass derzeit der von Ihnen benannte Vater keine Rechte bezüglich des Kindes herleiten kann, was den Umgang/Kontakt betrifft.

Sollten Sie sich längere Zeit in Deutschland aufhalten und der Kindesvater würde wissen, wo Sie sind, könnte er aber in der Tat einen Vaterschafttest von Ihnen verlangen. Dies ist in § 1598a BGB geregelt. Er könnte Ihre Zustimmung hierzu, falls Sie diese verweigern sollten, gerichtlich einklagen.

 

Sollte die Vaterschaft festgestellt sein, könnte er Umgang/Kontakt fordern. Vom Gesetz her steht ihm das Recht dann auch zu, es sei denn es wäre von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen sein. Dies müssten Sie dann aber nachweisen. Die Gründe vom Anfang oder Ende der Beziehung reichen dann aber nicht aus, weil diese zu lang her sind und mit dem Kind nichts zu tun haben.

 

Sie sollten daher aufpassen, wenn Sie sich in Deutschland aufhalten, dass Sie ihm nicht über den Weg laufen.

 

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen



Verändert von Tobias Rösemeier am 07.06.2010 um 19:01 Uhr EST
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
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