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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 859
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Mein Sohn lebt in Korea und hat hier in Bielefeld eine Wohnung

Kundenfrage

Mein Sohn lebt in Korea und hat hier in Bielefeld eine Wohnung vermietet und hat hier nach $ 50 3 Satz e Estg 3134 Euro zu versteuern.
Normalerweise ist doch unter 8000 Euro keine Steuer zu zahlen! So wird er mit 783 Veranlagt.
Für eine prompte Antwort wäre ich dankbar ob das so rechts ist.
Mfg
Steidele [email protected]
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller/in, vielen Dank für ihre Frage.

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Ihr Sohn ist mit seinen Einkünften aus der Vermietung seiner Wohnung gemäß der §§ 1 Abs. 4, 49 Abs.1 Nr. 6 EStG beschränkt einkommensteuerpflichtig. Auf das zu versteuernde Einkommen in Höhe von € 3134,- findet ein besonderer Steuertarif gemäß § 50 Abs.3 S.2 EStG Anwendung. Dieser beträgt mindestens 25 % des zu versteuernden Einkommens, was dem vom Finanzamt Bielefeld festgesetzten Betrag in Höhe von EUR 783.- entspricht. Der Grundfreibetrag gilt für ihren ihren Sohn deshalb leider nicht.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und bitte höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt

 

 



Verändert von KSRecht am 07.06.2010 um 14:01 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

 

ich muss mich hinsichtlich der Anwendung des Steuertarifs auf das zu versteuernde Einkommen im Zusammenhang mit den inländischen Einkünften ihres Sohnes aus der Vermietung seiner Wohnung verbessern. Gemäß § 50 Abs.1 S.1 EStG findet der allgemeine Steuertarif gemäß § 32 a Abs.1 EStG mit der Maßgabe Anwendung, dass das zu versteuernde Einkommen um den Grundfreibtrag von € 7834,- (Grundfreibetrag im Kalenderjahr 2009) zu erhöhen ist, der Grundfreibetrag also für ihren Sohn nicht gilt. Nach Zusammenrechnung des Grundfreibtrags in Höhe von € 7834,- mit dem zu versteuernden Einkünften aus Vermietung der Wohnung ihres Sohnes ergibt sich deshalb ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 10.968,-. Auf dieses zu versteuernde Einkommen muss ihr Sohn eine tarifliche Einkommensteuer in Höhe von € 531,- zahlen.

 

Die vom Finanzamt Bielefeld mit Einkommensteuerbescheid gegen ihren Sohn festgesetzte Einkommensteuer in Höhe von € 783,- ist daher zu hoch angesetzt. Ihr Sohn oder sein Vertreter muss deshalb gegen den Einkommensteuerbescheid Einspruch einlegen innerhalb von 4 Wochen nach Zugang des Einkommensteuerbescheids. Dann erfolgt eine erneute Prüfung der Berechnung der Einkommensteuer und eine Herabsetzung des zu leistenden Steuerbetrags durch das Finanzamt Bielefeld.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 08.06.2010 um 14:22 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

 

Sie haben noch nicht meine Rechtsberatung bezahlt durch Akzeptierung meiner Antworten.

 

Ich biite dies nachzuholen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 10.06.2010 um 13:59 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

 

dasss der Grundfreibetrag hinzugerechnet werden muss bei der Anwendung des § 32 a Abs.1 EStG im Falle ihres Sohnes ergibt sich aus § 50 Abs.1 S.2 EStG, der wie folgt lautet:

 

§ 50 Sondervorschriften für beschränkt Steuerpflichtige

(1) 1Beschränkt Steuerpflichtige dürfen Betriebsausgaben (§ 4 Absatz 4 bis 8) oder Werbungskosten (§ 9) nur insoweit abziehen, als sie mit inländischen Einkünften in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. 2§ 32a Absatz 1 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass das zu versteuernde Einkommen um den Grundfreibetrag des § 32a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 erhöht wird; dies gilt nicht für Arbeitnehmer, die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit im Sinne des § 49 Absatz 1 Nummer 4 beziehen. 3§ 9 Absatz 5 Satz 1, soweit er § 9c Absatz 1 und 3 für anwendbar erklärt, die §§ 9c, 10, 10a, 10c, 16 Absatz 4, die §§ 24b, 32, 32a Absatz 6, die §§ 33, 33a, 33b und 35a sind nicht anzuwenden. 4Hiervon abweichend sind bei Arbeitnehmern, die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit im Sinne des § 49 Absatz 1 Nummer 4 beziehen, § 9 Absatz 5 Satz 1, soweit er § 9c Absatz 1 und 3 für anwendbar erklärt, § 10 Absatz 1 Nummer 2 und 3 sowie § 10c anzuwenden, soweit die Aufwendungen auf die Zeit entfallen, in der Einkünfte im Sinne des § 49 Absatz 1 Nummer 4 erzielt wurden. 5Die Jahres- und Monatsbeträge der Pauschalen nach § 9a Satz 1 Nummer 1 und § 10c ermäßigen sich zeitanteilig, wenn Einkünfte im Sinne des § 49 Absatz 1 Nummer 4 nicht während eines vollen Kalenderjahres oder Kalendermonats zugeflossen sind.

Sollten Sie Nachfragebedarf haben, dann stellen Sie bitte ihre Frage und bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 11.06.2010 um 08:02 Uhr EST

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