So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Andreas Scholz.
Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Andreas Scholz ist jetzt online.

Reiserecht Guten Tag Ich habe bei dieser Reise in die T rkei

Kundenfrage

Reiserecht

Guten Tag
Ich habe bei dieser Reise in die Türkei (Veranstalter GTI, SKY-Airlines) folgendes erleben müssen.
Hinflug zwei mal verschoben. Einmal von 8:30 auf 15:00 und dann noch mal von 15:00 auf 16:35. Letzte Information erfolgte am Abflugtag um 10:15. Flughafen Erfurt.

Rückflug: Uhrsprünglicher Abflugtermin war um 6:15.
Verschoben auf 7:00, Information kam erst um 15:30. Aber: Flug ging nun nach Berlin, nicht nach Erfurt! Danach 4,5 Stunden Bustransfer nach Erfurt!
Ankunft dort 15:30.
Reisebüro hatte keine Info darüber. Reiseleiter vor Ort hat sich nicht sehen lassen, auch nicht nach Telefonanruf. Auch in Berlin war niemand von GTI vor Ort, nur die Busfahrerin.

Muss ich mir das gefallen lassen?
Was kann ich hier tun? Welche Rechtsgrundlage gibt es hier?

MfG Horst Janz
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Bei einem Reisevertrag, der auch eine Luftbeförderung beinhaltet, ist eine Verzögerung des Fluges bis zu vier Stunden grundsätzlich hinzunehmen und begründet keine reisevertraglichen Ansprüche. Erst eine über diesen Zeitraum hinausgehende Verzögerung begründet einen Minderungsanspruch für jede weitere angefangene Stunde von 5% des jeweiligen Tagesreisepreises. Von daher könnten Sie für die Verspätung beim Hinflug eine Minderung i. H. v. 25% geltend machen (für den Tagespreis am entsprechenden Tag).

Sie können für Ihre Aufwendungen zur Verpflegung während der Wartezeit auf den Flug Schadensersatz gemäß § 651f Abs. 1 BGB verlangen. Für die Höhe der Kosten, für die Sich sich während der Zeit verpflegt haben, sind Sie beweispflichtig.

Was den Rückflug angeht. hat der BGH eine gleiche Sache dem EuGH zur Stellungnahme vorgelegt. Eine Antwort steht noch aus. Der BGH neigt dazu, Pauschalreisenden einen Schadensersatzanspruch dann zu gewähren, wenn eine Umbuchung auf einen andern Flug erfolgt, unabhängig davon, ob dies durch den Reiseveranstalter geschehen ist oder aber durch das Flugunternehmen. Für den Fall, dass der EuGH die ihm vom BGH gestellten Fragen bejaht, dürften Sie im Streifalle mit einer Entschädigung rechnen (BGH, Vorlage, X ZR 96/06).

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten Fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich höflichst, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,

wenn Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat, bitte ich, die Antwort zu akzeptieren, denn nur so kann der für von Ihnen für die Beantwortung der Frage versprochene Betrag auch abgerechnet werden. Vielen Dank und

freundliche Grüße

Scholz, RA
Andreas Scholz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Den Betrag habe ich bereits bezahlt.

Für den Augenblick habe ich keine weiteren Fragen. Treffe mich am Mittwoch mit meinem Reiseveranstalter und werde dort meine Minderung anzeigen.

Dann sehen wir weiter.

Gegebenenfalls werde ich noch einmal auf Sie zu kommen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX

MfG Horst Janz.

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Janz,

machen Sie das so.

Freundliche Grüße

Scholz, RA