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Rechtsanwalt Ratajczak
Rechtsanwalt Ratajczak, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 157
Erfahrung:  Diplom-Jurist
38541744
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Ratajczak ist jetzt online.

In einer Zahnarztpraxis ist ein Arbeitnehmer f r 2 Arbeitgeber

Kundenfrage

In einer Zahnarztpraxis ist ein Arbeitnehmer für 2 Arbeitgeber tätig. Bisher gibt es einen Arbeitsvertrag mit beiden Arbeitnehmern, die Lohnabrechnung wird nur durch einen Arbeitnehmer durchgeführt. Der Anteil des anderen Arbeitgebers wird durch eine anteilige Umlage ausgeglichen. Ist das rechtlich in Ordnung?

Mit freundlichen Grüssen
Bernd König
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Abrechnung muss nach § 108 GewO nur die Zusammensetzung des Arbeitsentgelts in nachvollziehbarer Form erkennen lassen.

Die Abrechnung muss folgende Mindestangaben ausweisen:

 

die Lohnsteuerklasse, Daten zum Abrechnungszeitraum, Zusammensetzung des Arbeitsentgelts, Art und Höhe der Zuschläge, sowie sonstige Vergütungen, Art und Höhe der Abzüge, Abschlagszahlungen und Vorschüsse.

 

Solange die Umlage in der Abrechnung angegen ist, ist ein rechtliches Problem nicht erkennbar.

 

Bitte beachten Sie, dass sich auch bei kleinen Änderungen des Sachverhaltes die rechtliche Würdigung völlig ändern kann.
Weiter dient diese Antwort nur zu Ihrer ersten rechtlichen Information und kann eine fundierte Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben,

vergessen Sie bitte nicht, die Antwort zu akzeptieren,

mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ratajczak

www.ra-br.de


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Die Umlage, von der ich spreche, hat nur abrechnungstechnischen Charakter zum Ausgleich der Betriebsausgaben und erscheint nicht auf der Lohnabrechnung.

Ist das trotzdem so rechtlich in Ordnung?

 

Bernd König

Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.
Darf ich das so verstehen, dass die Umlage von Arbeitgeber 1 an Arbeitgeber 2 gezahlt wird und Arbeitgeber 2 dann das Gehalt des Arbeitnehmers bezahlt?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja
Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nach § 108 GewO muss jeder gewerbliche Arbeitgeber eine Gehaltsabrechnung erstellen. Dass nur über ein Beschäftigungsverhältnis abgerechnet wird, ohne dass das andere auf der Abrechnung gesondert auftaucht, ist so nicht zulässig.

Da der Arbeitnehmer zwei Beschäftigungsverhältnisse hat, muss jeder Arbeitgeber eine Entgeltabrechnung erstellen.

Bitte beachten Sie, dass sich auch bei kleinen Änderungen des Sachverhaltes die rechtliche Würdigung völlig ändern kann.
Weiter dient diese Antwort nur zu Ihrer ersten rechtlichen Information und kann eine fundierte Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben,

vergessen Sie bitte nicht, die Antwort zu akzeptieren,

mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ratajczak

www.ra-br.de



Rechtsanwalt Ratajczak und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo,

bitte noch um eine ergänzende Erklärung:

Als Zahnarzt unterliegt man nicht der Gewerbeordnung oder irre ich mich da?

Ist für Freiberufler ein anderer Gesetzestext zuständig?

 

Gruß

Bernd König

Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

in welchem Bundesland sind Sie ansässig?

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ratajczak
Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die von mir gestellte Info-Anfrage kann unbeachtet bleiben.
DIe Rechtsgrundlage für die Pflicht, als Arbeitgeber eine Abrechnung zu erstellen ist nur einer von mehreren Punkten, warum SIe getrennt abrechnen sollten.

Wenn Sie als wirtschaftlich voneinander unabhängige getrennte Arbeitgeber das von Ihnen beschriebene Verfahren wählen, machen Sie sich wegen Steuerhinterziehung strafbar.
Der Arbeitnehmer müsste bei jedem von Ihnen eine Lohnsteuerkarte abgeben, über die dann jeweils abgerechnet wird. Diese haben dann verschiedene Lohnsteuerklassen. Rechnen Sie gemeinsam über eine Lohnsteuerkarte ab, ist das Steuerhinterziehung, da die zweite Lohnsteuerkarte immer einen wesentlich höheren Steuersatz aufweist.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ratajczak

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen,

ist das denn immer übliche Praxis - zum Beispiel eine Empfangsdame in einer Rechtsanwaltspraxis, die für 2 unabhängig arbeitende Rechtsanwälte in einem Büro die Klienten empfängt?

 

Gruss

 

Bernd König

Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der übliche Weg ist, Sie gründen eine Praxisgemeinschaft als GbR, um sich die Kosten für die Praxis zu teilen. Diese GbR stellt dann den Arbeitnehmer an.

Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer nicht zwei Arbeitsverhältnisse hat, denn:

Wenn der Arbeitnehmer 2 Arbeitsverhältnisse hat, muss er beide versteuern.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ratajczak