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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26200
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein Hund wurde bei einer Beisserei mit einem Hund so schwer

Kundenfrage

Mein Hund wurde bei einer Beisserei mit einem Hund so schwer verletzt, daß er in eine Tierklinik zur Wundversorgung unter Narkose mußte. Die dort erfolgten Operationen hat er nicht überlebt.

Ich habe für die Behandlung in der Klinik insgesamt € 1.140,08 und für die einäscherung € 335,- bezahlt.

Der Hund, ein Shar-Pei, war 3 1/2 Jahre alt.

Kann ich die Kosten von dem anderen Hundehalter einfordern und wie soll ich da vorgehen.

Ist eine Anzeige bei der Polizei erforderlich?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
W. Zapf
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie haben gegen den gegnerischen Hundehalter einen Anspruch aus der sogenannten Tierhalterhaftung nach § 833 BGB.

Der Gegner ist gem. § 833 S. 1 BGB i.V.m. §§ 249, 253 Abs. 2 BGB zum Ersatz des ihr entstandenen immateriellen und materiellen Schadens verpflichtet. Also er muss sowohl die entstandenen Heilbehandlungskosten, als auch die Einäscherung des Hundes, als auch den Wert des Hundes bezahlen.

Diese Tierhalterhaftung ist eine sogenannte Gefährdungshaftung, das bedeutet, dass es auf ein schuldhaftes Verhalten des Hundehalters gerade nicht ankommt. Erforderlich ist lediglich, dass sich eine sogenannte Tiergefahr verwirklicht hat, also die Handlung des Hundes ein typisches Verhalten darstellt.

Eine Anzeige bei der Polizei ist hier nicht zielführend, da der gegnerische Tierhalter seinen Hund wohl nicht absichtlich auf Ihren Hund gehetzt hat.

Was Sie jedoch tun sollten, ist den Gegner anzuschreiben und ihn mit Fristsetzung aufzufordern, den entstandenen Schaden zu bezahlen. Der Gegner wird dann den Schaden seiner Versicherung melden und diese wird sich mit Ihnen in Verbindung setzten und den Schaden begleichen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

 

Danke für die prompte Antwort.

 

Sie schreiben (Zitat):

 

Der Gegner ist gem. § 833 S. 1 BGB i.V.m. §§ 249, 253 Abs. 2 BGB zum Ersatz des ihr entstandenen immateriellen und materiellen Schadens verpflichtet. Also er muss sowohl die entstandenen Heilbehandlungskosten, als auch die Einäscherung des Hundes, als auch den Wert des Hundes bezahlen.

 

Hierzu hätte ich noch Fragen, und zwar, was bedeutet:

 

Wert des Hundes? Der Preis, zu dem ich den Hund angeschafft hatte, oder ein Zeitwert, der Hund war jetzt 3 1/2 Jahre alt (wie bzw. von wem kann ich den Wert erfahren) oder bedeutet das der Anschaffungsrpeis für einen neuen Hund?

 

Vielen Dank XXXXX XXXXX

 

MfG.

WZapf

 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage:

Der Wert des Hundes bedeutet in diesem Zusammenhang der Zeitwert. Im Zweifelsfall muss der Zeitwert durch einen Gutachter bestimmt werden. Es handelte sich bei Ihrem Hund um einen Rassehund. Vielleicht kann Ihnen der Züchter, von dem Sie den Hund erworben haben (kostenfrei) einen Zeitwert nennen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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