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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Was tun, wenn man eine Mahnung der Media Inkassomanagement

Kundenfrage

Was tun, wenn man eine Mahnung der Media Inkassomanagement AG erhalten hat, in denen Forderungen in Höhe von 107,90 Euro, wie im Internet hundertfach erwähnt, eingefordert werden?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr verehrter Fragesteller,

ich gehe hier davon aus, dass Ihnen vorgehalten wird, Sie hätten einen kostenpflichtigen Vertrag im Internet geschlossen.

Ist dies so, empfiehlt sich, schriftlich gegen den Zahlungsanspruch Stellung zu nehmen. Sie sollten ggü. der GmbH erklären, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben. Weiterhin erklären Sie, dass Sie hilfsweise ein Vertragsangebot wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtums anfechten, ein Vertrag daher nicht zustandegekommen sei. Darüber hinaus schreiben Sie, dass Sie ein Vertagsangebot nach §§ 355, 312d BGB widerrufen und die Widerrufsfrist nicht abgelaufen sei, weil Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden seien. Wenn Sie dann noch hilfsweise die sofortige Kündigung erklären, haben Sie alles getan, was einem unbegründeten Anspruch vorgerichtlich entgegengehalten werden muss.

Sollte Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt werden, so legen Sie innerhalb zwei Wochen Widerspruch gegen diesen Bescheid ein. Wenn Ihnen dann eine Klageschrift zugestellt wird, empfehle ich Ihnen, die Sache einem RA Ihres Vertrauens zu übergeben.

Für den Vertragsschluss ist der Anspruchsteller beweispflichtig. Er muss im Streitfalle nachweisen, dass Sie den Vertrag übers Internet geschlossen haben. Darüber hinaus muss er beweisen, dass Sie ordungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt worden sind. Im Übrigen muss für Sie klar ersichtlich gewesen sein, dass Sie einen entgeltlichen Vertrags abschließen. Sollte daher der Hinweis auf die Zahlungspflicht "versteckt" gewesen sein, sind Sie nicht zahlungspflichtig.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

die Kontaktaufnahme fand über das Telefon statt und wurde seitens meiner Eltern, für sie stelle ich diese Frage, schon gekündigt. Gilt hier das gleiche Verfahren wie zuerst genannt?

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

auch in diesem Falle sollten Sie ein Schreiben mit genanntem Inhalt verfassen und an den Anspruchsteller versenden.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA
Andreas Scholz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

beachten Sie, dass alle Erklärungen von Ihrem Eltern erfolgen müssen, um wirksam zu sein (nicht also durch Sie im Namen Ihrer Eltern). Von daher wäre also auch das zu verfassende Schreiben von Ihren Eltern zu unterzeichnen, damit es Wirksamkeit entfalten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
ich setzte gerade ein solches Schreiben auf und lasse es heute Abend unterzeichnen. Wäre ein Versand via Einschreiben sinnvoll? Die Eltern fallen nach ihrer heutigen Urlaubsrückkehr aus allen Wolcken urgh.
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

per Einschreiben mit Rückschein ist am sichersten.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA

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