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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3506
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Meine Eltern besa en 2 Bauerh fe. Den einen bertrugen sie

Kundenfrage

Meine Eltern besaßen 2 Bauerhöfe.
Den einen übertrugen sie meiner Schwester schon vor Jahren.
Nun haben sie ihr gesammtes landwirtschaftliches Anwesen, Hof+Äcker
meiner Schwester übergeben, ich bekam anstatt 150000 Euro von meiner
Schwester unser Elternhaus, das auf ca.405 qm steht (Das ja schon einige Jahre in ihrem Besitz ist).

Nun musste ich Grunderwerbsteuer dafür bezahlen.

Das kann ich nicht einsehen, denn sie muß mich doch auszahlen,
und sie erhielt von mir ja auch keine Gegenleistung,
und diese Regelung ist für uns alle die beste!
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Wenn vertraglich festgelegt worden ist, dass Sie mit einer Zahlung von EUR 150.000,00 abzufinden sind, haben Sie insoweit Anspruch auf diesen Betrag.

Nun haben Sie von Ihrer Schwester stattdessen das Elternhaus übereignet bekommen.

Von der Grunderwerbsteuer ausgenommen ist bspw. der Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind. Geschwister sind in der Seitenlinie und nicht in gerader Linie verwandt, so dass dieser Befreiungstatbestand nicht greift.

Nach § 13 GrEStG sind die Steuerschuldner regelmäßig die an einem Erwerbsvorgang beteiligten Personen als Gesamtschuldner gleichermaßen. Da Sie sich offenbar vertraglich nicht zur Übernahme der Grunderwerbsteuer verpflichtet haben, sind Sie mit Ihrer Schwester gesamtschuldnerisch zur Zahlung verpflichtet.

Als Gesamtschuldner haben Sie gegenüber Ihrer Schwester nach § 426 BGB einen Ausgleichsanspruch in Höhe der Hälfte der von Ihnen gezahlten Grunderwerbsteuer.




Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Sie mögen bitte noch meine Antwort akzeptieren, damit eine Abrechnung erfolgen kann, sowie eine Bewertung abgeben.

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