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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe im Jahr 2000 in Brandenburg

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe im Jahr 2000 in Brandenburg einen Bungalow ohne Notarvertrag käuflich erworben, der auf Pachtland steht. Für den Kauf habe ich Grunderwerbssteuer entrichtet und zahle jährlich Grundsteuer für die Fläche des Bungalows (nicht für die Fläche der Parzelle !). Ein Grundbucheintrag erfolgte m.E. nicht. Auf dem Pachtland stehen weitere 24 Bungalows. Die Bungalowinhaber sind Mitglied eines e.V., der
sich um die allgemeinen Interessen (Wasserpumpe, Grundstücksumzäunung, Sammelzahlung Pacht usw.)gekümmert hat. Nunmehr hat die Stadt angeboten, das komplette Grundstück in einem Stück an den e.V. zu verkaufen.

Meine Frage: Wem gehören dann die Bungalows ? Kann der e.V. später einzelne Parzellen an die entsprechenden Mitglieder verkaufen ? Wäre es im Interess der Einzelnen nichnicht besser gewesen, eine Eigentümergemeinschaft (Sondereigentum, Gemeinschaftseigentum) zu bilden, wie es bei Eigentumswohnungen üblich ist ?

Recht herzlichen Dank für die Auskunft
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Rein vorsorglich weise ich darauf hin, dass Weglassungen und Hinzufügungen von Sachverhaltsteilen zu einer völlig anderen juristischen Bewertung führen können.

 

Wenn der Verein das Grundstück kauft gehören die Bungalows, da diese fest mit dem Boden verbunden sind, sodann ebenfalls dem Verein.

Der Verein kann die einzelnen Parzellen sicherlich an die die einzelnen Pächter weiterveräußern.

Theoretisch könnten auch alle Vereinmitglieder oder Pächter gemeinsam das Grundstück erwerben, und dann eine Teilungserklärung machen. Dies erscheint aber wenig praktikabel und ist ansich auch nur für Wohnungseigentümergemeinschaften üblich und gängig. Der Nachteil liegt in der Unhandlichkeit, insbesondere bei Weiterveräußerung und bei Entscheidungen beispielsweise über bauliche Maßnahmen etc.

 

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,

ich habe dazu noch eine Verständnisfrage. Da das gesamte Grundstück dann dem Verein gehört, verfügt der Verein als jur. Person mit seinen Organen und den dementsprechenden Beschlüssen dann auch über meinen Bungalow. Sehr einfach gesagt habe ich dann eigentlich keinen Anspruch auf meinen Bungalow, im schlimmsten Fall könnte dann daraus per Beschluss ein Vereinsheim gemacht werden. Falls ich aus dem Verein ausgeschlossen werde ziehe ich aus dem Bungalow aus, meine Erben haben mit dem Verein nichts zu tun und daher auch keine Ansprüche an den Verein, isst das so annähernd richtig ? Nochmals recht herzlichen Dank, falls die Rechtslage erheblich komplizierter ist teilen Sie mir bitte die entstehenden Kosten mit, mit freundlichen Grüßen, Michael Wiedner
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ganz so ist es nicht. Sie haben seinerzeit als Sie den Bungalow von dem Vorbesitzer erworben haben, einen Pachtvertrag geschlossen oder sind in dessen Vertrag eingetreten. Dieser Pachtvertrag besteht auch weiterhin fort. Lediglich der Eigentümer des Grundstückes wechselt, statt der Gemeinde/Stadt wäre es dann der Verein. Dieser tritt unbeschränkt in die Rechte und Pflichten des Vertrages ein.

 

Was der Verein dann kann oder nicht kann ist dann Gegenstand der Satzung.

 

Wenn Sie mir Ihren Erwerbs- und Pachtvertrag übermitteln würden, könnte ich Ihnen sicherlich noch mehr sagen. Ein wenig irritiert mich, dass Sie Grunderwerbssteuer gezahlt haben wollen. Dies ist ungewöhnlich.

 

Gegebenenfalls nehmen Sie mit mir per Mail Kontakt auf, dann würde ich eine eingehendere Prüfung vornehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

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