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Rechtsanwalt Ratajczak
Rechtsanwalt Ratajczak, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 157
Erfahrung:  Diplom-Jurist
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Rechtsanwalt Ratajczak ist jetzt online.

Guten Abend-meine Frau und ich haben keinen Ehevertrag gemacht,

Kundenfrage

Guten Abend-meine Frau und ich haben keinen Ehevertrag gemacht, auch keine Gütertrennung; denzufolge nehme ich an dass wir Gütergemeinschaft haben. Wir haben mit "nichts" angefangen und haben alles in einem "Topf" getan. Auch die Barauszahlung der Pensionskasse (ich Fr. 350'000.-) und meine Frau Fr.100'000.- als wir ausgewandert sind. Jetzt sind wir wieder zurück in die Schweiz gekommen. Meine Frau hat mittlerweilen eine Schenkung von ihrer Mutter (Fr.100'000.-) erhalten. Im Falle einer Scheidung möchte ich sie fragen, wie der gesamte "Pot" aufgeteilt wird. Jetzt sind noch ca. Fr. 300'000 drin von ursprünglich Fr. 450'000. Habe ich ein Anrecht auf die Hälfte ihrer Schenkung? Wird berücksichtigt wer dazumal das grössere Kapital (Pensionskasse) als Kapital erbracht hat? Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.Silvano Natali
Korrektur: Entschuldugen sie bitte - ich wohne in der Schweiz...ich hatte mich im homepagemässig im Land verirrt - bitte betrachten sie meine Anfrage als nichtig.Danke
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

es wird hier auf die Art der Scheidung ankommen:

 

Entweder Sie betreiben eine Scheidung auf gemeinsames Begehren oder eine Scheidung auf Klage.


Bei der Scheidung auf gemeinsames Begehren bekommen Sie das, worauf Sie sich mit Ihrer Frau einigen, nach Art. 111 ZGB.

Denn hier gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit.
Vom Gericht wird nur der freie WIlle und die reifliche Überlegung der Vereinbarung geprüft.

Artikel 111 ZGB im Text:
  1. Verlangen die Ehegatten gemeinsam die Scheidung und reichen sie eine vollständige Vereinbarung über die Scheidungsfolgen mit den nötigen Belegen und mit gemeinsamen Anträgen hinsichtlich der Kinder ein, so hört das Gericht sie getrennt und zusammen an; es überzeugt sich davon, dass das Scheidungsbegehren und die Vereinbarung auf freiem Willen und reiflicher Überlegung beruhen und die Vereinbarung voraussichtlich genehmigt werden kann.
  2. Bestätigen beide Ehegatten nach einer zweimonatigen Bedenkzeit seit der Anhörung schriftlich ihren Scheidungswillen und ihre Vereinbarung, so spricht das Gericht die Scheidung aus und genehmigt die Vereinbarung.

Es ist auch zulässig, nur eine "Teilkonvention" einzureichen, die nur gewisse Folgen der Scheidung (Unterhalt, Güterrecht, Teilung der Pensionskassenguthaben) beinhaltet. Der Scheidungsrichter entscheidet dann über die Scheidungsfolgen, über die sich die Ehegatten nicht geeinigt haben.

 

 

Bei der Scheidung auf Klage entscheidt ein Gericht über sämtliche Folgen der Scheidung.

 

 

Haben die Ehegatten keinen anderen Güterstand vereinbart, unterstehen sie dem Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung, nach den Art. 196 -220 ZGB.

Hier ist zwischen vier Bestandteilen des Vermögens zu unterscheiden: Das Eigengut der Ehefrau, das Eigengut des Ehemannes, die Errungenschaft der Ehefrau und die Errungenschaft des Ehemannes.

 

Das Eigengut ist alles, was den Ehepartnern an Gütern und Rechten schon vor der Ehe gehörte.

Errungenschaft ist alles, was im Laufe der Ehe an Gütern und Rechten erworben wurde.

Bei der Scheidung kann jeder sein Eigengut behalten und die Errungenschaft wird hälftig geteilt

 

Ihre Frau muss also die Hälfte dessen, was sie in der Ehe erworben hat, an Sie abgeben, umgekehrt müssen Sie die Hälfte dessen, was Sie in der Ehe erworben haben, an Ihre Frau abgeben.

 

Ob berücksichtigt wird, wer das grössere Kapital eingebracht hat, hängt davon ab, ob es Ihr Eigengut ist, oder ob es Errungenschaft ist.

 

Bitte beachten Sie, dass sich auch bei kleinen Änderungen des Sachverhaltes die rechtliche Würdigung völlig ändern kann.
Weiter dient diese Antwort nur zu Ihrer ersten rechtlichen Information und kann eine fundierte Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben,

vergessen Sie bitte nicht diese Antwort zu akzeptieren,

mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ratajczak

 

 

Experte:  Rechtsanwalt Ratajczak hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich darf Sie höflich daran erinnern die Antwort bitte zu akzeptieren.
Damit wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber entgolten. Gerade aus berufsrechtlichen Gründen ist es in Deutschland nicht zulässig Rechtsberatung kostenfrei anzubieten.

Im Falle einer Mandatierung wird das Fragehonorar selbstverständlich angerechnet.


Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ratajczak