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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26431
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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RASchiessl ist jetzt online.

mein sohn ist 25 jahre alt und hat 2008 eine zweite lehre angefangen,

Kundenfrage

mein sohn ist 25 jahre alt und hat 2008 eine zweite lehre angefangen, wir haben Kindergeld beantragt, dieses wurde im genehmigt, bei einer Überprüfung seiner Einkünfte wurde festgestellt,das er mehr als 7680 ,00 euro als einkünfte hatte, haben einen einspruch eingelegt,da er monatlich sein Zimmer im Wohnheim ( 212.65 euro), vom lohn abgezogen wird, jetzt hat die kindergeldkasse festgestellt das er überbezahlt wurde und will für 2009 2068,00 euro zurückgezahlt haben,auch wenn ich wieder einen Einspruch einlege, muß ich den erstattungsbetrag sofort begleichen, habe ich überhaupt eine chance gegen diesen bescheid ???
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ihr Sohn ist bis zum 27. Lebensjahr Kindergeldberechtigt, soweit er sich in Ausbildung befindet und soweit sein Jahreseinkommen 7.680 EUR brutto nicht übersteigt.

Die Frage wird sein, ob Ihr Sohn dieses Einkommen drücken kann.

Hier hilft Ihnen der amtliche Hinweis zu den Einkommensteuerrichtlinien weiter. Unter H32.10 wird ausgeführt:

Der Grenzbetrag nach umfasst die Kosten für die Lebensführung eines Kindes, nicht dagegen einen Ausbildungsmehrbedarf (besondere Ausbildungskosten). Besondere Ausbildungskosten eines Kindes sind Aufwendungen, die bei einer Einkünfteermittlung - bei Außerachtlassung des § 12 Nr. 5 EStG - dem Grunde und der Höhe nach als Werbungskosten abzuziehen wären. Sie sind von den Einkünften und Bezügen eines Kindes unabhängig davon abzuziehen, ob sie durch Einkünfte oder Bezüge finanziert werden (>BFH vom 14.11.2000 - BStBl 2001 II S. 491).

  • Besondere Ausbildungskosten sind insbesondere Aufwendungen für

    • Wege zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte (>BFH vom 14.11.2000 - BStBl 2001 II S. 489),
    • Wege zwischen dem Ausbildungsort und der Wohnung, die den Mittelpunkt der Lebensinteressen bildet (>BFH vom 25.7.2001 - BStBl 2002 II S. 12),
    • Bücher, die bei der Ausbildung benötigt werden (>BFH vom 14.11.2000 - BStBl 2001 II S. 489),
    • Arbeitsmittel und für Studiengebühren (>BFH vom 14.11.2000 - BStBl 2001 II S. 491),
    • ein Auslandsstudium (>BFH vom 14.11.2000 - BStBl 2001 II S. 495).
  • Keine besonderen Ausbildungskosten sind

    • Aufwendungen für eine auswärtige Unterbringung (>BFH vom 14.11.2000 - BStBl 2001 II S. 489),
    • Mehraufwendungen für Unterkunft und Verpflegung im Ausland (>BFH vom 14.11.2000 - BStBl 2001 II S. 495),
    • >Versicherungsbeiträge des Kindes.
Hier haben Sie also eine Auswahl von Abzugspositionen, mit denen Ihr Sohn sein Einkommen verringern kann. Das Zimmer im Wohnheim zählt leider nicht dazu.

Der Einspruch gegen den Steuerbescheid führt grundsätzlich nicht dazu dass Sie die Steuerschuld bis zur Entscheidung nicht zurückzahlen müssen.

Sie müssen vielmehr nach § 361 AO die Aussetzung der Vollziehung beantragen. Bedenken Sie aber, dass die Steuerschuld dann bis zur endgültigen Entscheidung verzinst werden muss.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht

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