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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3789
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich wurde heute tauglich T2 gemustert, studiere seit September

Kundenfrage

Ich wurde heute tauglich T2 gemustert, studiere seit September 2009 bis Juni 2013 in London, erhalte ein Sportstipendium bis Dezember 2010. Ab September wäre ich im 3. Semester und könnte somit erneut beantragen, Deutschland länger als 3 Monate verlassen zu dürfen. Habe aber heute erfahren, dass ich bis 01.06.2010 Post erhalte und zum 01.07.2010 eingezogen werde, da noch reichlich Plätze offen sind. Wie kann ich verhindern, dass ich mein Studium unterbrechen muss. Bin bereit nach erfolgreichem Studienabschluss zu "dienen"
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, die ich entsprechend des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworte:

Gemäß § 12 Abs. 4 Satz 1 WpflG soll ein Wehr­pflich­ti­ger auf An­trag zu­rück­ge­stellt wer­den, wenn die Her­an­zie­hung zum Wehr­dienst für ihn wegen per­sön­li­cher, ins­be­son­de­re häus­li­cher, wirt­schaft­li­cher oder be­ruf­li­cher Grün­de eine be­son­de­re Härte be­deu­ten würde.

Zwar liegt bei Ihnen kein Regelfall vor, der diese besondere Härte begründet (vgl. § 12 Abs. 4 Satz 2 WpflG). Eine besondere Härte könnte aber dennoch vorliegen.

Sie können also einen Antrag auf Zurückstellung stellen und als Begründung Ihre besonderen Umstände schildern und damit die besondere Härte begründen. Dies alles verbunden mit der Bitte um schnelle Bearbeitung.

Die Erfolgsaussichten kann ich schwer abschätzen. Bedauerlicherweise sind die Entscheidungen, die ich kenne, sehr rigide bei der Annahme einer besonderen Härte.

Eine andere Möglichkeit wäre, Widerspruch gegen den Musterungsbescheid einzulegen. Der Widerspruch gegen den ersten Musterungsbescheid hat einberufungshemmende Wirkung (vgl. § 33 WpflG).

Eine andere Variante wäre noch, Sie würden den Kriegsdienst verweigern. Möglicherweise ließe sich dadurch der Dienstantritt verzögern.


Verändert von RA Krueger am 20.05.2010 um 14:38 Uhr EST