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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Ich habe eine Zahlungsaufforderung von Outlet.de ber 98 Jahresbeitrag

Kundenfrage

Ich habe eine Zahlungsaufforderung von Outlet.de über 98€ Jahresbeitrag erhalten. Habe bisher noch nicht reagiert. Soll ich zahlen? Oder einfach weiter ignorieren?
Danke XXXXX XXXXX baldige antwort
Friedrich Schäfer
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es empfiehlt sich, schriftlich gegen den Zahlungsanspruch Stellung zu nehmen. Sie sollten ggü. dem Anspruchsteller erklären, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben. Weiterhin erklären Sie, dass Sie hilfsweise ein Vertragsangebot wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtums anfechten, der ein Vertrag daher nicht zustandegekommen sei. Darüber hinaus schreiben Sie, dass Sie ein Vertagsangebot nach §§ 355, 312d BGB widerrufen und die Widerrufsfrist nicht abgelaufen sei, weil Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden seien. Wenn Sie dann noch hilfsweise die sofortige Kündigung erklären, haben Sie alles getan, was einem unbegründeten Anspruch vorgerichtlich entgegengehalten werden muss.

Für den Vertragsschluss ist der Anspruchsteller beweispflichtig. Er muss im Streitfalle nachweisen, dass Sie den Vertrag übers Internet geschlossen haben. Darüber hinaus muss er beweisen, dass Sie ordungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt worden sind. Im Übrigen muss für Sie klar ersichtlich gewesen sein, dass Sie einen entgeltlichen Vertrags abschließen. Sollte daher der Hinweis auf die Zahlungspflicht "versteckt" gewesen sein, sind Sie nicht zahlungspflichtig.

Im Übrigen sollten Sie dann, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid oder aber eine Klage zugesandt wird, einen Anwalt einschalten, der Unterlagen sichten kann. Im Falle der Zustellung eines Mahnbescheides beachten Sie bitte, dass die Vollstreckung erfolgen kann, wenn Sie nicht innerhalb von zwei Wochen Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelgen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

sehr geehrter Hr. Scholz
Ich habe folgende Formulierung soeben abgeschickt. Ich hoffe, sie entspricht ihrer Intention und hat den erwünschten Erfolg
MfG
Schäfer

Antwort auf Ihre Zahlungsaufforderung

Ich habe keinen Vertrag mit Ihnen abgeschlossen. Ggf. werde ich dieses Ihr Vertragsangebot wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtums anfechten.
Nötigenfalls: Hiermit widerrufe ich das Vertagsangebot nach §§ 355, 312d BGB.
Die Widerspruchsfrist ist nicht abgelaufen, weil ich nicht über mein Widerrufsrecht belehrt worden bin.
Falls dies noch nötig ist: Hiermit erkläre ich meine Kündigung.

Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Schäfer
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

folgende Formulierung schlage ich Ihnen hiermit vor. Senden Sie diese an den Gegner:

"Ich habe keinen Vertrag mit Ihnen abgeschlossen. Im Übrigen fechte ich jede Ihnen ggü. abgegebene Erklärung, die Ihrerseits mglw. als Vertragsangebot verstanden wurde, wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtumes an. Daneben erkläre ich Ihnen hiermit den Widerruf der von Ihnen behaupteten Erklärung gemäß den §§ 355, 312d BGB. Die Widerrufsfrist ist noch nicht abgelaufen, da Sie mich über mein Widerrufsrecht nicht belehrt haben. Hilfsweise erkäre ich die fristlose Kündigung jeder Verträge, die ich Ihrer Meinung nach mit Ihnen abgeschlossen haben soll."

Die Formlierungen unterscheiden sich im Wortlaut nicht sehr, gleichwohl heißt die Wendung "ggf.", dass die Erklärung noch von einer Bedingung abhängen soll. Ebenso hat die Wendung "Nötigenfalls" keinen eindeutigen Erklärungswert. Von daher empfehle ich Ihnen meinen Vorschlag.

Ich hoffe, dass Ihnen dies weiterhilft. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich höflichst um Akzeptierung der Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihnen die Antwort weiter geholfen hat, bitte ich um Akzeptierung, damit eine Abrechnung erfolgen kann. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich habe Ihnen Ihre Frage beantwortet, trotzdem haben Sie die Antwort bislang nicht akzeptiert. Gibt es hier ein Problem oder haben Sie noch eine Nachfrage? Falls nicht, akzeptieren Sie bitte die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA