So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16968
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Mein Mann arbeitet seit 1994 in den alten Bundesl ndern als

Kundenfrage

Mein Mann arbeitet seit 1994 in den alten Bundesländern als Baumaschinenschlosser – 580 km vom eigenen Hausstand entfernt.
Montags, in der Nacht, fährt er mit seinem priv. Pkw zur Arbeit, stellt auf dem Betriebsgelände der Firma sein Auto ab und fährt von dort mit dem Werkstattauto der Firma auf die Baustelle, wo Reparaturen anstehen und er gebraucht wird. Die Fa. hat mehrere Baustellen. Von den Baustellen aus fährt er abends in die Unterkunft (je nach Baustelle) und früh dann wieder auf die Baustelle. Freitags nach der Arbeit auf der Baustelle fährt er dann mit dem Werkstattauto wieder zur Firma und von dort mit seinem priv. Pkw nach Hause.

Was kann mein Mann als Werbungskosten geltend machen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Im Bereich der nichtselbständigen, also angestellten Arbeit können folgende Posten als Werbungskosten angesetzt werden:

· Kosten der doppelten Haushaltsführung

· Bewerbungskosten

· Kosten für Arbeits- und Dienstbekleidung. Es ist jedoch zu beachten, dass Ausgaben für die sog. bürgerliche Kleidung (normaler Anzug, Kostüm der Sekretärin) nicht abzugsfähige Kosten der privaten Lebensführung sind. Abzugsfähig ist nur die typische Berufskleidung (Robe des Richters, Kleidung des Schornsteinfegers usw.). In letzterem Fall sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Aufwendungen für das Waschen bzw. Reinigen (z. B. auch in der häuslichen Waschmaschine) und Schneidern Werbungskosten des Arbeitnehmers.

· Kosten für Arbeitsmittel, z. B. Fachliteratur, Werkzeuge, Bürobedarf
Übersteigen die Anschaffungskosten für Arbeitsmittel 410 € netto (§ 15 (1) UStG i.V.m. § 9b (1) EStG / -> siehe Vorsteuerabzug) sind sie auf die gewöhnliche Nutzungsdauer (ND) zu verteilen (lineare Abschreibung - Bsp.: Computer 3 Jahre ND, Schreibtisch 10 Jahre ND).

· Kosten für ein Arbeitszimmer und dessen Ausstattung

· Beiträge zu Berufsverbänden, (Gewerkschaftsbeitrag)

· Prozesskosten bei Verfahren vor dem Arbeitsgericht

· die berufliche Haftpflichtversicherung und der berufliche Anteil an einer Rechtsschutzversicherung sowie der berufliche Anteil an einer Unfallversicherung (pauschal sind die Beiträge zu ½ den Werbungskosten zuzurechnen).

· Fortbildungskosten, soweit nicht erstattet.

· Kontoführungsgebühren, soweit erhoben (pauschal 16 € pro Jahr für beruflich veranlasste Buchungen, mittels Belegen höher absetzbar)

· Internet (Wird das Internet beruflich gebraucht, sind die Kosten als Werbungskosten absetzbar. Sofern eine genaue Abgrenzung gegenüber dem privaten Teil nicht möglich ist, wird die Aufteilung geschätzt - maximal sind 20,- € pro Monat absetzbar)

· Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Entfernungspauschale)

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Mein Mann ist an verschiedenen Einsatzorten tätig und kehrt nicht an seine "regelmäßige Arbeitsstätte" zurück - früher nannte man das Einsatzwechsel, heute berufliche Auswärtstätigkeit. Stehen ihm da nicht auch Verpflegungsmehraufwendungen zu?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, aber das ist ein anderes Feld. Solche Ansprüche sind ggü. dem Arbeitgeber geltend zu machen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Mein Mann bekommt vom Arbeitgeber ein Auslösung bezahlt, diese ich von den Werbungskosten abziehen muss. Dem Finanzamt musste ich den Nachweis erbringen, wann, wo und wie lange mein Mann nicht an seiner "regelmäßigen Arbeitsstätte" tätig war, was ich auch getan habe - mit Arbeitgebernachweis. Er bekam die Verpflegungsmehraufwendungen und die Übernachtungskosten, nach meinem 2. Einspruch, erstattet.

Im Rahmen der doppelten Haushaltsführung steht ihm aber auch eine Heinmfahrt pro Woche zu (Entfernungspauschale), die das FA nicht erstattet hat. Oder habe ich mich da falsch informiert?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein, das ist soweit zutreffend. Auch wenn ich kein Steuerberater bin, sind Sie auf der sicheren Seite. Es muss immer gegen die Bescheide des FA Einspruch eingelegt werden, um zu seinem Recht zu kommen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich habe vom FA die Einspruchsentscheidung erhalten. Die Einkommenssteuer wurde herabgesetzt, der Einspruch aber als unbegründet zurückgewiesen. Gegen diese Entscheidung kann ich beim Finanzgericht klagen, da wir eine Rechtsschutz-versicherung haben, werden wir das auch tun. Wie geht man da vor, ist es besser einen Steueranwalt zu nehmen oder einen Lohnsteuerhilfeverein?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ein Lohnsteuerhilfeverein hilft Ihnen nur, wenn es um die Steuererklärung geht.

Sie sollten einen Rechtsanwalt beauftragen, der auch Steuerberater ist oder sich im Schwerpunkt mit Steuerrecht befasst.
raschwerin und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Leider waren Sie für meine Fragen nicht der "Steuerexperte" den ich erhoffte.

Trotzdem bedanke XXXXX XXXXX für Ihre Bemühungen und akzeptiere Ihre Antworten.

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Danke.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz