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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

ist es m glich eine Schadensh he -Schmerzensgeld, Gehaltausfall

Kundenfrage

ist es möglich eine Schadenshöhe -Schmerzensgeld, Gehaltausfall ect- nach einem ersten Urteil in zweiter Instanz zu erhöhen? Wenn nachweislich die erste Summe zu niedrich vom Anwalt angegeben worden ist?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

hier kommt es darauf an, welcher Antrag in der ersten Instanz gestellt worden ist. Beim Schmerzensgeld "arbeitet" man in der Regel mit sogenannten Mindestbeträgen und stellt die konkrete Bemessung in das Ermessen des Gerichtes. Wenn man mit dem erstinstanzl. Urteil dann nicht einverstanden ist, dürfte eine eine Mehrforderung in der 2. Instanz nicht so problemtisch ein. Beim Gehaltsausfall dürfte dies schon schwieriger sein.
Im Übrigen sehe wegen eines höheren Schadens (außer Schmerzengeld) aber auch die Möglichkeit der Nachforderung außerhalb des Gerichtsverfahrens soweit bis dato keine Abgeltungsvereinbarung getroffen worden ist und keine Verjährung eingetreten ist.

Ich hoffe Ihnen damit erst einmal weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rösemeier
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
in welchen Abschnitten des Gesetztes kann ich diese Themen finden? BGB? Abschnitt?

Wenn das durchschnittliche mögliche Gehalt nicht eingesetzt worden ist (Anwalt), statt dessen das reduziertes Gehalt; damals Bedingung um überhaupt wieder ins Berufsleben einsteigen zu können, geht dieser Fehler? zu meinen Lasten oder kann ich den tatsächlichen Gehaltsausfall erneut benennen. Es kann doch nicht sein, dass mir mein Arbeitsversuch auch noch negativ ausgelegt wird (geringes Gehalt=geringer Verdienstausfall).

-bisher wurden keine Vereinbarungen ect getroffen.


(Wieso müssen sich Laien selber fachkundig machen und können nicht einfach dem Fachmann alles überlassen??? ) Das Forum zeigt mir, dass es auch Anderen so geht.

Mit freundlichem Gruss
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Verdienstausfall ist im Verfahren konkret darzulegen und nachzuweisen, sprich auch die Kausalität zwischen Schadensereignis und Verdienstausfall.
Die zweite Instanz ist ja grundsätzlich eine Berufungs-, sprich Überprüfungs- und nur eingeschränkt ein weitereTatsacheninstanz.
Ich kann aus der Ferne nicht einschätzen, wie die Sache mit dem Verdienstausfall in Ihrem Fall zu bewerten ist und ob Ihrem Anwalt ein Fehler vorgeworfen werden kann.
Von der Argumentation her dürfte es schwierig sein, dass Gericht in der zweiten Instanz davon zu überzeugen, dass im Gegensatz zur ersten Instanz jetzt ein höherer Schaden geltend gemacht wird.
Grundsätzlich gelten hier die Regeln der ZPO, was die Verfahrensfragen betrifft.
Sehen Sie mir bitte nach, dass ich konkreter nicht werden kann, da mir jeglicher Einblick in den vollständigen Sachverhalt und den bisherigen Gang des Verfahrens fehlt.
Sprechen Sie Ihre Frage und Bedenken unebdingt bei Ihrem Anwalt an, damit er Ihnen seine Strategie plausibel erläutern kann.
Ich hoffe, ich konnte dennoch weiterhelfen und ich bekomme eine Akzeptanz von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr Tobias Rösemeier,
wir baten Sie noch uns den Paragraphen, in diesem Falle offenbar der ZPO, zu nennen.

Mit freundlichem Gruss
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Schauen Sie bitte mal in den § 533 ZPO:

Klageänderung, Aufrechnungserklärung und Widerklage sind nur zulässig, wenn
1.
der Gegner einwilligt oder das Gericht dies für sachdienlich hält und
2.
diese auf Tatsachen gestützt werden können, die das Berufungsgericht seiner Verhandlung und Entscheidung über die Berufung ohnehin nach § 529 zugrunde zu legen hat.
Das dürfte die einschlägige und zu prügende Rechtsnorm sein, wenn es darum geht, o ich in der zweiten Instanz mehr haben will als in der ersten.
Die Gerichte sind im allegemeinen Großzügig in der Interpretation der Sachdienlichkeit, wobei hier ohnehin eher Ziffer 2 greift.

So, jetzt würde ich mich echt über eine Akzeptanz meiner Antworten freuen.

Mfg


Verändert von Tobias Rösemeier am 11.05.2010 um 15:17 Uhr EST
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gerne. Vielen Dank für die konkreten Angaben.

Mit freundlichem Gruss
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das freut mich und weiterhin viel Erfolg!