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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

zu anfang meiner zur zeit noch laufenden scheidungssache sagte

Kundenfrage

zu anfang meiner zur zeit noch laufenden scheidungssache sagte mein anwalt, dass seine gebühren ca 1000 bis 2000 € betragen würden. kürzlich rief er an und sagte, dass ich im juni von ihm eine rechnung von mehr als 8000 € erhalten würde !!!. als ich ihm vorhielt, dass das ja wesentlich mehr wäre, als seine frühere aussage, meinte er, dass ja der aussergerichtliche trennungsvertrag dazu gekommen wäre (er war aber hier nicht der notar).
was soll das ? wenn ich mein auto in die werkstatt bringe müssen die mir doch auch sagen welche kosten mich in etwa erwarten... und mein anwalt zu dem ich ein vertrauensverhältnis brauche lässt mich so ins messer laufen, dabei ist der scheidungstermin noch garnicht angesetzt.
muss ich mir das gefallen lassen ?
die regierung wehrt sich gegen mindestlohn für viele berufe, die davon kaum leben können, und und rechtsanwälte können sich auf ihre gebührenordnung verlassen egal wie gut sie ihre arbeit machen und wie hoch ihr aufwand ist.
mfg
werner pfisterer
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nach der Berufsordnung ist jeder Anwalt verpflichtet, jeden seiner Mandanten darauf hinzuweisen, dass sich seine Gebühren nach dem Streitwert richten. Diese Hinweispflicht ergibt sich aus § 49 b V BRAO und muss vor Beginn des Mandatsverhältnisses erfolgen.

Der Sinn dieser Regelung ist eine Anstoßfunktion beim Mandanten zu erregen: Nämlich das der Mandant sich dann beimm Anwalt erkundigt, wieviel denn seine Beauftragung kostet.

Fehlt ein solcher Hinweis, so begeht der Anwalt einen Verstoß gegen die Berufsordnung. Die neuere Rechtsprechung tendiert dazu, dass hier sogar eine Schadensersatzpflicht entstehen könnte, wenn der Mandant bei ordnungsgemäßer Aufklärung von der Beauftragung abgesehen hätte. Dies wäre in Ihrem Falle denkbar, da der von Ihnen angesprochene Vertrag ja komplett durch den Notar hätte gefertigt werden können.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
ich danke XXXXX XXXXX ich werde ihre antwort akzeptieren, aber noch eine zusatzfrage ... wie hoch sind meine aussichten eine minderung der rechnung durchzusetzten und gibt es eine schiedsstelle ?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchende,

ja es gibt eine Schiedsstelle. Sie können sich an die örtliche Rechtsanwaltskammer wenden. Es gibt dort in der Regel Gebührenabteilungen, die sich mit nichts anderem Beschäftigen. Die Kammer arbeitet in vielen Bezirken kostenlos.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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