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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3523
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

E-Mail Versand mit branchenspezifischen Angeboten Sehr

Kundenfrage

E-Mail Versand mit branchenspezifischen Angeboten

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie höflichst bitten, uns bei einem grundlegenden Problem weiter zu helfen bzw. Auskunft zu geben, da es bei folgendem Thema leider die unterschiedlichsten Auffassungen gibt und uns auch unser Rechtsanwalt keine definitiv gültige Auskunft erteilen kann.

Wir sind eine sehr kleine Firma im Aufbau und können es uns nicht leisten, Strafen zu zahlen oder Abmahnungen zu erhalten.

Bei bestehenden Kunden haben wir aufgrund unserer bestehenden Geschäftsbeziehungen bereits letztes Jahr eine Anfrage gesendet und nachgefragt, ob wir weiter branchenspezifische Angebote senden dürfen. Es haben lediglich 2 Unternehmen zurückgeschrieben, diese bitte aus dem Verteiler zu nehmen.
Einige haben sogar geantwortet und ausdrücklich darum gebeten weitere Angebote zu erhalten.
Um unsere Geschäftsbeziehungen ausbauen zu können, würden wir nun gerne auch anderen Unternehmen derselben Branche unsere Angebote zukommen lassen. ( Maximal 2-3 Anschreiben pro Jahr ). Die Rücklaufquote mit Bestellungen zeigt , dass die Angebote für viele Unternehmen interessant sind.

Wir haben uns darauf spezialisiert nach Artikeln zu suchen, Waren herstellen zu lassen oder mit Herstellern über Angebote zu verhandeln, die speziell auf die Bedürfnisse bestimmter Branchen abgestimmt sind, für die Branche vom Angebot und den Preisen interessant sind und zur Kundenbindung der Unternehmen beitragen können. Zudem können die Artikel von den Unternehmen mit Gewinn weiterverkauft werden.

Wir beabsichtigen nicht wahllos Massenmails zu versenden sondern lediglich Angebote an branchenspezifische Unternehmen, deren e-mail Kontakte wir den entsprechenden Webseiten entnehmen. Wir sind leider verunsichert, ob wir die Unternehmen nun per Mail informieren dürfen. E-mail Kontakte auf veröffentlichten Webseiten dienen doch auch zur Kontaktaufnahme und zur Anbahnung geschäftlicher Beziehungen.
Da man laut einigen, veröffentlichten Meinungen im Normalfall weder anrufen - noch E-mails versenden kann stellt sich uns die Frage, wie man denn zu einer Erlaubnis des Unternehmens gelangen soll Angebote zusenden zu dürfen ?
Es ist ja kaum möglich Hunderte von Unternehmen persönlich zu besuchen – oder allen per Post
Unterlagen zukommen zu lassen. Unserer Meinung nach stellt es doch – bis auf den Preis - keinen Unterschied dar, ob man spezifische E-mail Angebote versendet oder per Post versendet. Nach unseren Erfahrungen kann eine Mail, falls man am Angebot nicht interessiert ist, mit einem Mausklick gelöscht werden. Gesendete Unterlagen per Post die nicht benötigt werden, müssen aufwändig entsorgt werden, benötigen in der Herstellung viele Rohstoffe, sind bei der Entsorgung nicht umweltfreundlich und stellen gegenüber einer E-Mail einen höheren „ unerwünschten Eingriff in den Arbeitsablauf “ dar.

Wir wären sehr dankbar, wenn Sie uns weiterhelfen könnten.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

mit freundlichen Grüßen
R. Sedelmayer
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Sedelmayer,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG ist eine Werbung mittels elektronischer Post ohne Einwilligung des Adressaten grundsätzlich als unzumutbare Belästigung einzustufen, die nach § 3 UWG unlauter ist.


Eine Ausnahme hiervon ist ergibt sich aus § 7 Abs. 3 UWG.


Eine unzumutbare Belästigung liegt dann nicht vor, wenn


- der Unternehmer die E-Mail-Anschrift im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung von dem Kunden erhalten hat,


- der Unternehmer die E-Mail-Anschrift zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen nutzt,


- der Kunde der Verwendung seiner E-Mail-Anschrift nicht widersprochen hat und


- der Kunde bei der Erhebung und jeder Verwendung der E-Mail-Anschrift klar und deutlich darauf hingewiesen wird, dass er der Nutzung seiner E-Mail-Anschrift jederzeit widersprechen kann, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.


Wenn Sie diese Grundsätze beachten, haben Sie in rechtlicher Hinsicht nichts zu befürchten.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Sie mögen bitte noch meine Antwort akzeptieren, damit eine Abrechnung erfolgen kann, sowie eine Bewertung abgeben.

RAKRoth und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Roth,

könnten Sie uns bitte nur noch mitteilen, ob a l l e Kriterien zutreffen muessen, oder ob es genügt wenn 1 Kriterium erfüllt ist.

Vielen Dank !

mit freundlichen grüßen

R. Sedelmayer

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nach dem Wortlaut (... und ...) müssen die Voraussetzungen kumulativ vorliegen.