So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Danjel Newerla.
Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Danjel Newerla ist jetzt online.

Bei einem von uns gebauten EFH sind w hrend der Gew hrleistungsfrist

Kundenfrage

Bei einem von uns gebauten EFH sind während der Gewährleistungsfrist Risse in der Fassade aufgetreten, die sich teilweise bis ins Innere des Mauerwerks zeigten. Wir gehen von einem Mangel des Ziegelherstellers aus, da dies bei anderen von uns errichteten EFH noch nie der Fall war. Der Ziegelhersteller hat uns "abtreten lassen"; der Bauherr fordert Schadensbehebung. Für uns bedeutet dies, einen Aufwand an Kosten zu erbringen, den wir als unzumutbar ansehen, da ein bloßer Neuanstrich oder ein Überspachteln der Fassade den Schaden nicht wirklich behebt und wir in 2-3 Jahren den Fall erneut auf den Tisch bekommen. Was könne oder sollten wir tun?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung ihrer Sachverhaltsschilderung sehr gerne wie folgt Stellung nehmen:



Die Frage, ob die Ziele tatsächlich mangelhaft waren, da der Ziegelhersteller dann grundsätzlich für alle Kosten im Zusammenhang mit den mangelhaften Ziegeln ( also insbesondere den Ausbau der alten Ziegeln und den Einbau der neuen Ziegel) verantwortlich ist.



Sollten aufgrund der mangelhaften Ziegeln noch anderweitige Schäden am betreffenden Bauwerk entstanden sein, so würde es sich um einen so genannten Mangelfolgeschaden handeln, in der Ziegelhersteller ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Pflichtverletzung gemäß Paragraph 280 BGB zu erstatten hätte.



Im Endeffekt sollten Sie einen im Werksvertragsrecht/ Baurecht erfahrenen Kollegen fort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen gegenüber dem Ziegelhersteller beauftragen.



Im Endeffekt wird voraussichtlich ein Sachverständiger klären müssen, ob die Ziegel die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit aufweisen oder nicht, also mangelhaft sind oder nicht.





Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag und einen guten Wochenstart!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Meine Anfrage richtete sich dahingehend, ob eine Mängelbeseitigung wegen Unzumutbarkeit in unserem Falle zutreffend wäre. In meinen Hinweisen habe ich Ihnen ja schon mitgeteilt, dass ich einen Bau-Sachverständigen zu Rate gezogen habe, der mir nicht weiterhelfen konnte.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sofern Sie sich gegenüber dem Bauherrn zur Errichtung eines mangelfreien Werkes (Einfamilienhaus) verpflichtet haben, sind sie auch grundsätzlich zur Mangelbeseitigung verpflichtet.

Ein Ausschluss der Mängelbeseitigung wegen Unzumutbarkeit wäre dann möglich, wenn die Kosten der Mängelbeseitigung unverhältnismäßig hoch wäre, vergleiche Paragraph 634 Abs. 3 BGB.

Ob dieses bei Ihnen der Fall ist kann ich nicht beurteilen, da ich die konkreten örtlichen Gegebenheiten nicht kenne.

Wenn Ihnen der Bausachverständige nicht weiterhelfen konnte bedeutet dieses noch lange nicht, dass eine Mängelbeseitigung nicht möglich ist oder ein Mangel nicht auffindbar ist. Sollten die verwendeten Baumaterialien tatsächlich mangelhaft gewesen sein, so lässt diese sich auch grundsätzlich gutachterlich nachweisen ( beispielsweise durch einen ausführlichen Belastungstest im Rahmen eines Labors).


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Der Paragraph 634 3 sagt etwas über Rücktritt und Minderung aus; das EFH ist aber schon längst bezahlt.
Der Vertrag hat außerdem die VOB und nicht das BGB als Grundlage; aus meiner Sicht müsste dies einen Unterschied machen.
Die Kosten der Mängelbeseitigung sind deshalb sehr hoch, da der Bauherr einen WDVS-Putz fordert, da die durchgehenden Risse aus seiner Sicht Nässe und Kälte eindringen lassen. Dieser Außenputz war aber ursprünglich nicht Vertragsgrundlage und auch nicht ausgeführt.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.
vielen Dank für Ihre Nachtrag. Entschuldigen Sie bitte, ich meinte natürlich Paragraph 635 Abs. 3 BGB . Nachfolgend habe ich Ihnen diese Bestimmung einmal beigefügt:

§ 635
Nacherfüllung


(1) Verlangt der Besteller Nacherfüllung, so kann der Unternehmer nach seiner Wahl den Mangel beseitigen oder ein neues Werk herstellen.

(2) Der Unternehmer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.

(3) Der Unternehmer kann die Nacherfüllung unbeschadet des § 275 Abs. 2 und 3 verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist.

(4) Stellt der Unternehmer ein neues Werk her, so kann er vom Besteller Rückgewähr des mangelhaften Werkes nach Maßgabe der §§ 346 bis 348 verlangen.




Da dieser Putz nicht Vertragsgrundlage war (dabei ist es völlig unerheblich, ob die VOB vereinbart war oder es sich um das BGB handel), darf der Bauherr auch nicht den von ihm geforderten Putz fordern.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz