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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26999
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Der leibl.Vater des Sohnes meiner Freundin ist in Essen verstorben.

Kundenfrage

Der leibl.Vater des Sohnes meiner Freundin ist in Essen verstorben. Er hat dort mit seiner verstorbenen Ehefrau eine Tochter. Meines Wissens stehen ihm 50 % des Erbes zu. Damit nur seine Tochter sein Vermögen bekommt hatte der Vater vor ca 4 Jahren
100 000.- EU auf die Tochter überschrieben und das nach seinem Tod vorhd.Vermögen ist ebenfalls für den Sohn unerreichbar.
Bitte raten Sie uns wie er an sein rechtmäßiges Erbe kommt.

Herzl.Dank U.Still
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit eine vernünftige Regelung nicht möglich ist, muss der Sohn am Nachlassgericht einen Erbschein beantragen, der ihn als Erbe zu 50% ausweist. Mit diesem Erbschein kann er sein Erbe gegenüber Dritten (also gegenüber Banken, dem Grundbuchamt oder ähnlichem) in Nachweis bringen. Diese müssen ihm dann Auskunft über das vorhandene Vermögen erteilen.

Daneben hat der Sohn auch einen gerichtlich durchsetzbaren Auskunftsanspruch über den Bestand des Nachlasses gegenüber der Tochter, die Tochter hat ein Nachlassverzeichnis zu fertigen. Soweit die Tochter sich weigert den Anteil des Vermögens an den Sohn herauszugeben, kann dieser die Tochter auf Auseinandersetzung der Erbschaft gerichtlich in Anspruch nehmen.

Hinsichtlich der Schenkung von 100.000 EUR beeinträchtigt diese die Erbschaft. Der Sohn hat als pflichtteilsberechtiger einen Pflichtteilsergänzungsanspruch zu seinem Erbe. Nach dem neuen Recht reduziert sich der Wert der Schenkung für jedes Jahr, das seit der Schenkung vergangen ist, um ein Zehntel. Damit ist nur in den Fällen, in denen der Erblasser im ersten Jahr nach der Schenkung stirbt, die Schenkung mit ihrem vollen Wert anzusetzen.

In Ihrem Fall ist die Schenkung (4 Jahre) daher mit 60% also 60.000 EUR anzusetzen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Frage zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich bitte meine Frage zu akzeptieren und mich somit für meine Arbeit zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt