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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3725
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

In brasilien musste ein Brustimplantat notoperiert werden,

Kundenfrage

In brasilien musste ein Brustimplantat notoperiert werden, da Flüssigkeit in dei Blutbahn gelangte. Nach Rückker musste diese Operation in Deutschland weiter behandelt werden.
Müssen diese Kosten wirklich selber getragen werden und kann die Krankenkasse die Kostenübernahme der Nachbehandlung ablehnen? Wie kann man sich dagegen wehren?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich entsprechend des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

So wie Krankenkassen die Kosten für die Schönheitsoperation selbst nicht tragen, werden sie auch die Übernahme von Kosten für Folgen dieser Operation ablehnen.

In § 52 SGB V (Leistungsbeschränkung bei Selbstverschulden) heißt es hierzu:

Haben sich Versicherte eine Krankheit vorsätzlich zugezogen, kann die Krankenkasse sie an den Kosten der Leistungen in angemessener Höhe beteiligen und das Krankengeld ganz oder teilweise für die Dauer dieser Krankheit versagen und zurückfordern.

Die Folgekosten durch das Einsetzen von Implantaten wird als vorsätzlich zugezogene Krankheit bewertet werden.

Ihre Frage muss bedauerlicherweise mit Ja beantwortet werden, die Krankenkassen können die Kosten ablehnen. Wobei darauf hinzuweisen ist, dass es eine "kann"-Vorschrift ist. Die Krankenkassen können, müssen die Kostenübernahme aber nicht ablehnen.

Sie können sich wie folgt wehren:

  • Beantragen Sie die Kostenübernahme.
  • Warten Sie den Bescheid der Krankenkasse ab.
  • Wenn der Bescheid die Ablehnung der Kostenübernahme enhält legen Sie Widerspruch gegen den Bescheid ein.
  • Letztlich wird gegebenfalls die Klage vor dem Sozialgericht durchzuführen sein.

Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Verändert von RA Krueger am 24.04.2010 um 12:00 Uhr EST
Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Eine Kostenübernahme wurde bereits abgelehnt, mit welchen Argumenten geht man vor Gericht bzw. gibt es vielleicht schon ein Urteil in dem die Kannbestimmung angewendet wurde? Es ist ja auch möglich, dass sich die Krankenkasse anteilig beteiligt?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 7 Jahren.
In § 52 SGB V, richtig wohl nicht der erste sondern der zweite Absatz heißt es:

Haben sich Versicherte eine Krankheit durch eine medizinisch nicht indizierte ästhetische Operation zugezogen, hat die Krankenkasse die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen.

Meiner Meinung nach ist Gesetzeswortaut eindeutig. Die Brustoperation war nach Ihrer Schilderung nicht indiziert. Dann "hat" die Versicherung die Versicherten sogar an den Kosten zu beteiligen.

Ihr Angriffspunkt kann also nur die angemessene Höhe sein.

Da gilt es wohl zu prüfen, welche der Behandlungskosten auf die OP zurückzuführen sind. Das geht nicht ohne ärztliches Gutachten.

Besonders gute Erfolgsaussichten sehe ich nicht.

Anderseits aber sind Klagen vor Sozialgerichten gerichtskostenfrei. Und wenn Sie keinen Anwalt einschalten, entstehen Ihnen auch sonst keine Kosten. Sie können es also risikolos mit einer Klage versuchen.

Verändert von RA Krueger am 24.04.2010 um 12:34 Uhr EST
Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Können Sie bitte die Klage formulieren und mir die Adresse des zuständigen Sozialgerichtes für Ludwigshafen am Rhein mitteilen?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Zunächst meine Rückfrage:
Gibt es schon einen Widerspruchsbescheid, also haben Sie schon ein Widerspruchsverfahren durchgeführt? Wenn nein, dann müssen Sie das erst noch tun. Auf dem Widerspruchsbescheid steht dann auch das zuständige Sozialgericht.

Mir ist ohne weitere Angaben nicht genau möglich, das zuständige Sozialgericht herauszufinden. Ich möchte Sie hierzu auf Orts-und Gerichtsverzeichnisse verweisen.

Das Formulieren einer Klage sprengt den Rahmen dieser Plattform. Ich kann Ihnen anbieten den Klagantrag zu formulieren. Hinsichtlich der Begründung sehe ich als einzigen Angriffspunkt, wie bereits geschrieben, die angemessene Höhe Ihrer Beteiligung an den Kosten. Hierzu müssten die Gesamtkosten und Ihre Beteiligung daran bekannt sein.

Aber zunächst ist von Ihnen zu prüfen, ob Sie nicht erst noch ein Widerspruchsverfahren durchführen müssen.

Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung.
Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.