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Simone Günther
Simone Günther, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 248
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwältin
35251517
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Simone Günther ist jetzt online.

Inwieweit darf ein Arbeitgeber ein Arbeitnehmer aus dem Urlau

Kundenfrage

Inwieweit darf ein Arbeitgeber ein Arbeitnehmer aus dem Urlau zur Arbeit auffordern?
Ich bin alleinerziehende Mutter, wurde 1h vor eigentlichem Arbeitsbeginn tel. aufgefordert zur Arbeit zu erscheinen. Es war Ferienzeit, der AG wurde von mir informiert, das mein Kind zu Hause ist ( hatte ja Urlaub). habe daraufhin die Arbeit begründet verweigert, da ein so schnelles Unterbringen meines Kindes nicht möglich war. Im Vorfeld bin ich auch schon einige male aus dem Urlaub geholt wurden. Dies war das erste mal, das ich nicht erschienen bin- darauf folgte die Kündigung. Der AG meinte bei der Verkündng dieser, das er dafür sorgen würde, wenn ich auf diese Kündigung nicht mehr auf Arbeit erscheinen würde, das ich kein Geld sehe. Nun hat er auf dem Arbeitsamt angegeben, ich hätte vertragswidrig gehandelt. Mir droht somit eine dreimonatige Sperre. Gründe der Kündigung waren: Meine Arbeitskollegen, könnten mich nicht mehr ertragen und die Verweigerung der Arbeit am Urlaubstag.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne darf ich Ihre Antwort unter Berücksichtigung der Ihrerseits gemachten Angaben wie folgt beantworten:

Zunächst müsste der Arbeitsvertrag dahingehend überprüft werden, ob überhaupt eine Rufbereitschaft zwischen Ihrem Arbeitgeber und Ihnen als Arbeitnehmerin vereinbart wurde. Ist das der Fall, wird die Grenze des Zulässigen dann überschritten, wenn der Urlaub seitens des Arbeitgebers genehmigt war. Zweck des Urlaubs ist die Erholung des Arbeitnehmers. Diesem Zweck würde jede Art von Bereitschaftsdienst, auch der Rufbereitschaftsdienst widersprechen. Deshalb ist die Verpflichtung zur Rufbereitschaft während des Urlaubs unzulässig. Diese Ansicht teilt auch das Bundesarbeitsgericht (9 AZR 404/99).
Die Kündigung ist damit nicht zulässig. Soweit es um eine verhaltensbedingte Kündigung (Nichterscheinen zur Arbeit / inakzeptables Verhalten gegenüber Kollegen) geht, müsste der Arbeitgeber Sie im Übrigen vorerst abmahnen.

Gerne stehe ich Ihnen für eine weitere rechtliche Vertretung unter u.g. E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform eine ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen kann. Die Beurteilung der Rechtslage stellt daher nur eine erste rechtliche Einschätzung aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben dar und kann durch Weglassen und / oder Hinzufügen von Sachverhaltsangaben zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte und bitte Sie, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin

Augustaanlage 27
68165 Mannheim

Tel.: 0621/1222250
Fax: 0621/122260

E-Mail:[email protected]
Online: www.familien-strafrecht.de


Verändert von Simone Günther am 23.04.2010 um 09:56 Uhr EST
Experte:  Simone Günther hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich darf Sie höflichst bitten, die Antwort zu akzeptieren. Eine kostenlose Rechtsberatung ist vom Gesetz grundsätzlich nicht erlaubt und von dieser Plattform nicht beabsichtigt.
Falls es Probleme beim Akzeptieren der Antwort geben sollte, teilen Sie mir das bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Günther
Rechtsanwältin