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Dirk Bettinger
Dirk Bettinger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 743
Erfahrung:  Fachanwalt für Strafrecht
31778273
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Dirk Bettinger ist jetzt online.

Meine Wohnung (2,5 Zi., 60qm, 530.-warm, 450.-kalt) ist mir

Kundenfrage

Meine Wohnung (2,5 Zi., 60qm, 530.-warm, 450.-kalt) ist mir mittlerweile zu klein geworden: 2 Kinder (2 und 5 J) und schwanger, daher möchte ich eine neue Wohnung, habe aber nur einen Minijob und bin daher NOCH von Hartz4 abhängig. Für den vorgegebenen Kaltpreis von 550.- die mir zustehen ist hier am Ort aber keine Wohnung zu finden. Nicht mal annähernd. Ich hätte nun eine Gemeinde-Wohnung an der Hand, soll heissen keine Sozialwohnung aber doch billiger als der normale Wohnungsmarkt. Trotzdem will das Amt mir nicht erlauben dort einzuziehen obwohl die Tatsache, dass es eine Wohnung der Gemeinde ist, ja beweist, dass es günstiger kaum geht. Denn hier auf so beengtem Raum ist auch kein Leben. Da stimmt mir das Amt mir sogar zu. Die Sachbearbeiterin meinte nur, wenn ich in eine 660.-Kaltmiete-Wohnung einziehe bekäme ich keinerlei Hilfen zum Umzug, zur Kaution oder zur fehlenden Küche. Auch weiß ich nicht wie sie es mit den Nebenkosten dann halten. Kann ich mich irgendwie durchsetzen??
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

 

 

Die Bezieher des Arbeitslosengeldes II haben zwar Anspruch auf die volle Übernahme ihrer Grundmiete inkl. Heizung und Nebenkosten. Aber nur dann, wenn die Kaltmiete eine bestimmte von Fachleuten als „angemessen" berechnete Grenze nicht übersteigt. Diese aus dem Sozialhilferecht übernommenen Mietobergrenzen liegen in München im Schnitt bei 11 Euro pro Quadratmeter, wobei sich die exakten Werte nach der Zahl der im Haushalt lebenden Personen, der Wohnungsgröße, dem Baujahr der Wohnung und dem Quadratmeter-Mietpreis richten (siehe Tabelle).

 

Mietobergrenzen (Stand: 01.07.2008)

Die Mietobergrenze ist für Nettokaltmieten zugrunde zulegen. Neben- und Heizkosten werden gesondert berücksichtigt.
Die Mietobergrenze ist als absoluter Betrag zu verstehen, d.h. der tatsächliche Preis pro qm ist insoweit unerheblich. Er dient lediglich als Berechnungsgrundlage.

Personen

Wohnungsgröße
in m2

Durchschnittlicher Grundpreis
Inkl. Standardausstattung

Mietobergrenzen
Nettokaltmiete

1

20 - 45

9,98 Euro

449,21 Euro

2

35 - 60

9,38 Euro

562,59 Euro

3

50 - 75

8,79 Euro

667,04 Euro

4

65 - 90

8,77 Euro

789,35 Euro

5

80 - 105

8,40 Euro

882,09 Euro

6

95 - 120

8,26 Euro

990,85 Euro

7

110 - 135

7,73 Euro

1.044,00 Euro

8

125 - 150

7,75 Euro

1.163,08 Euro

9

135 - 160

8,29 Euro

1.326,56 Euro

Die angemessene Mietobergrenze für Haushalte mit 10 oder mehr Personen wird individuell festgesetzt.

Weitere aktuelle Informationen finden Sie hier

 

 

 

Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Bei Nachfragen nutzen Sie bitte diese Option.

Abschließend bitte ich Sie, folgendes zu bedenken: Diese Plattform kann und will eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Zu einer umfassenden persönlichen Beratung gehört, dass Mandant und Rechtsanwalt gemeinsam alle relevanten Informationen erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gegeben werden. Es kann sich sogar eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn Informationen hinzugefügt oder weggelassen werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

RA
Dirk Bettinger

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Also, die Obergrenze bei uns hier auf dem Lande ist ja nun laut Amt 550.- kalt bei 83qm für dann eben 4 Personen. So. Das hatte ich verstanden. Tatsache ist aber auch, das es definitiv zu DIESEM Preise keine Wohnungen gibt, das ist einfach so. Kann ich nun also irgendwie diese Grenze umgehen, erweitern oder ähnliches um in diese ohnehin für unsere Gegend günstige Wohnung zu kommen?? Es gibt doch immer Wege und Hintertürchen??
Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hier haben Sie relativ wenig (keine) Chance, die gesetzlichen Grenzen zu umgehen und trotzdem die Ihnen zustehende Unterstützung zu erhalten.

 

Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

RA
Dirk Bettinger