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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26381
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

wir hatten am vergangenen Samstag eine einw chige Pauschalreise

Kundenfrage

wir hatten am vergangenen Samstag eine einwöchige Pauschalreise per Flug von Köln nach Venedig (Abano Therme) gebucht. Da der Flug nicht stattfand, hat der Reiseveranstalter parallel einen Luxusreisebus vom Kölner Flughafen eingesetzt, der uns nach Abano fahren sollte. Samstag morgen stand ja dann fest, dass unser Flug um 07.00 Uhr nicht ging, und der gröößte Teil der gebuchten Gäste hat das Angebot der Busfahrt angenommen, wir nicht. Der Rückflug für die "Busfahrer" findet voraussichtlich am kommenden Samstag statt.
Bekommen wir das eingezahlte Reisegeld zurück, oder nicht, oder nur teilweise ?
Gruß
Familie Hemmers
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie können den Reisevertrag aufgrund eines erheblichen Mangels kündigen nach § 651e BGB. Voraussetzung ist ein erheblicher Mangel der Reise, § 651c BGB. Dieser liegt vor, da der Flugtransfer nach Venedig nicht möglich ist. Die ersatzweise angebotene Busreise führt zumindest zu einer erheblichen zeitlichen Mehrbelastung, die Sie nicht hinnehmen müssen.

Zwar sieht der § 651e BGB in seinem 2. Absatz vor, dass eine Kündigung erst dann möglich ist, wenn Sie den Reiseveranstalter eine angemessene Frist zur Beseitigung des Mangels aufgefordert haben. Eine solche Aufforderung ist jedoch nach entbehrlich, wenn eine Abhilfe unmöglich ist. Im vorliegenden Fall war es dem Veranstalter nicht möglich, Abhilfe zu schaffen, da eine Flugverbindung für vergangenen Samstag objektiv nicht bestand.

Aus diesem Grunde war es Ihnen möglich den Reisevertrag zu kündigen. Die Kündigungserklärung war auch schlüssig möglich, indem Sie das Ersatzangebot des Reiseveranstalters ablehnten.

Die Folge der Kündigung ist, dass sich der Reisevertrag in ein Rückgewährschuldverhältnis verwandelt. Als Folge erhalten Sie den gezahlten Reisepreis vollständig zurück.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Frage zu akzeptieren.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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