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anwaltsofort
anwaltsofort, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 135
Erfahrung:  Rentenberater
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anwaltsofort ist jetzt online.

Als Schwerbehinderter gehe ich mit 60 in Rente . habe ca. 1.100

Kundenfrage

Als Schwerbehinderter gehe ich mit 60 in Rente . habe ca. 1.100 euro Rente
Ich bin Selbstständig und möchte weiter arbeiten.
Wenn ich von Januar bis Juli z. B. 30.000 Euro Brutto verdient habe und dann durch Krankheit nicht mehr arbeiten könnte, hätte ich dann für das restliche Jahr noch einen Rentenanspruch.
Wird die Hinzuverdienstgrenze auf den Monat oder aufs Jahr gerechnet ?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  anwaltsofort hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo lieber Nutzer,

 

da Sie offensichtlich die Altersrente nicht erreicht haben und mit 60 eine Rente wegen Schwerbehinderung bekommen, gelten für Sie die bis zum erreichen der Regelaltersrente geltenden Hinzuverdienstgrenzen. Bei einer Vollrente betragen diese 400 € monatlich, welche Sie anrechenfrei dazuverdienen können. Diesen Betrag können Sie zweimal im Jahr überschreiten ( doppelte Hinzuverdienstgrenze ), also zweimal 800 € bekommen ( Weihnachtsgeld , Urlaubsgeld). Die Hinzuverdienstgrenzen werden individuell berechnet. Die Höhe der jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen bestimmen sich nach dem versicherten Entgelt in den letzten drei Kalenderjahren vor Rentenbeginn.

Wird die Grenze für eine Vollrente mit dem Verdienst überschritten, wird auch ohne Antrag geprüft, inwieweit eine Teilrente gezahlt werden kann oder die Vollrente sogar vollständig gekürzt.

 

 

Da die Hinzuverdienstgrenzen monatlich unter-bzw. überschritten werden können, gilt der Hinzuverdienst generell auch monatlich, dass heisst die Rente müsste dann für den Hinzuverdienst monatlich betrachtet werden. Die Gefahr in Ihrem Beispiel besteht darin, wenn die Rentenversicherung zu spät vom Hinzuverdienst erfährt und deshalb es sogar eine rückwirkende Kürzung von monatlichen schon gezahlten Renten möglich ist. Daher dürfte der wegfall des Hinzuverdienstes bei Ihnen wegen Krankheit für die weitere Rente unschädlich sein, da der Hinzuverdienst monatlich zu betrachten ist. Ich befürchte aber, dass für die Monate Januar bis Juli es zu einer vollständigen Kürzung der Rente kommt, da die Hinzuverdienstgrenzen deutlich überschritten sind.

 

Bei den von Ihnen angezeigten Problem ist eine Überprüfung der Sachlage durch einen Rentenberater angezeigt, der zum einen mal Ihre Rente überpürfen sollte ( 42 % aller Rentenbescheide sind falsch ) und der Ihnen auf Ihren Rentenverlauf sagt, unter welchen Voraussetzungen Sie und in welcher Höhe Sie hinzuverdienen können. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen einen Rentenberater empfehlen.

 

Ich hoffe, ich konnte helfen.

mfg anwaltsofort

RA Peter Knöppel

http://www.anwaltsofort-halle.de/

anwaltsofort und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Kann ich auch z.B. einen Monat als Kapitän in der Binnenschifffahrt arbeiten und z.B. 7.000 brutto verdienen. Dann den nächsten Monat frei machen und für diesen Monat Rente beziehen. Dies abwechsend einen Monat arbeiten einen Monat frei und Rente beziehen, dann könnte ich auch vielleicht abwechsend über die Rente Krankenversichert sein und den anderen Monat freiwillig bei dieser Gesetzlichen mit Höchstsatz versichern ?
Experte:  anwaltsofort hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo lieber Nutzer,

 

ich werde Ihnen diese Frage umgehend in der nächsten KW beantworten.

 

mfg Knöppel

anwaltsofort und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Haben Sie schon eine Antwort auf meine Frage?
Experte:  anwaltsofort hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo lieber Nutzer,

 

nach § 34 SGBVI ist die monatliche Hinzuverdienstgrenze maßgebend. dass heisst, verdienen Sie in einem Monat 30000 €, so wird für diesen einen Monat die Rente auf wahrscheinlich null gekürzt. Sie müssten dann aber für dren nächsten Monat die Rente neu beantragen. genau hier liegt der Nachteil des ganzen. Sie müssten für diesen Fall die Rente immer wieder neu beantragen und auch die Voraussetzungen für die Rente müssten bei Ihnen immer wieder vorliegen.

 

Ich hoffe, ich konnte helfen.

 

mfg anwaltsofort

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank,

 

ich habe am 1. Juni einen Termin bei der Deutschen Rentenversicherung und werde dort einen Antrag stellen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Roland Hinderkopf

Experte:  anwaltsofort hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo lieber Nutzer,

 

Ihr Fall ist bemerkenswert, weil Sie jedesmal, wenn Sie hohe Einkünfte haben, einen neuen Rentenantrag stellen müssen und damit immer wieder Gefahr laufen in die Mühlen der Verwaltung zu geraten. Mein Tipp auch noch für die Zukunft: Prüfen Sie mal Ihren Rentenbescheid ob damit alles in Ordnung ist !

 

mfg Knöppel

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

ok, das werde ich tun.

 

Wichtig ist für mich aber, dass die Hinzuverdienstgrenze monatlich herangezogen wird.

Das heißt wenn ich im ersten Halbjahr z.B. 30.000 Euro verdient habe und dann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, für das zweite Halbjahr auf Antrag wieder einen Rentenanspruch habe.

 

Vielen Dank für Ihre Auskunft

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Roland Hinderkopf

Experte:  anwaltsofort hat geantwortet vor 7 Jahren.
ok