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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Guten Tag, 2004 haben meine Eltern gemeinsam eine Eigentumswohnung

Kundenfrage

Guten Tag,

2004 haben meine Eltern gemeinsam eine Eigentumswohnung gekauft und gemeinsam eine Bankfinazierung vorgenommen.
2005 starb mein Vater plötzlich und unerwartet.

Aus der gesetzlichen Erbfolge habe ich 1/8 der Wohnung geerbt stehe entsprechen im Grundbuch.

Die Bank ist an erstem Rang mit einer Grundschuld auf die Wohnung ins Grundbuch eingetragen.

Nun scheint es so, dass meine Mutter die Finanzierung nicht merh leisten kann und das Bankdarlehen Not leidet.

Falls es nun zur Zwangsversteigerung (oder zum Verkauf) der Wohnung kommen sollte und die Verbindlichkeiten hierdurch nicht gedeckt sind, was kann mir passieren?

Ich habe bei der Bank keine Bürgschaft oder ähnliches unterschrieben.

Freundliche Grüße
peppich01
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.





Sehr geehrter Ratsuchender ,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

 

Nachfolgend möchte ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sehr gerne wie folgt Stellung nehmen:



Da sie zu einem Achtel Miteigentümer des betreffenden Grundstücks sind, haften sie auch in Höhe von ein achtel in Bezug auf das Grundstück. Aufgrund der Belastung durch die Bank kann es dazu kommen im schlechtesten Fall, dass das Grundstück zwangsversteigert werden muss, sofern die Darlehensraten bei der Bank nicht weiter abgetragen werden können.



Solche nach der Versteigerung noch etwas übrig bleiben, so würden sie ein Achtel aus diesem Erlös erhalten.



Das Problem wäre in der Tat eine Bürgschaft, die es aber zum Glück nicht gibt.



Meiner Erfahrung nach würde die Bank bevor dieser eine Zwangsversteigerung betreibt, versuchen, die noch offenen der Darlehensvertrag von dem Bürgen zu bekommen.

Sofern der Bürgschaftsvertrag wirksam ist, könnte der Bürger hingegen grundsätzlich leider nichts machen und ist an die Verpflichtung aus der Bürgschaft gebunden.



Sie trifft dieses aber zum Glück nicht, so dass das schlimmste was passieren könnte wäre, dass das Grundstück wie bereits oben beschriebenen zwangsversteigert wird.



Ich wünsche Ihnen dann noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der sonnigen Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0049 (0) 471/3088132
Fax. 0471/57774


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ein Punkt ist nmir jedoch noch nicht ganz klar. Es wäre sehr freundliche, wenn Sie heirzu noch kurz etwas sagen könnten.

 

Angenommen, der Erlös aus der Zangsversteigerung reicht nicht aus, um das Darlehen komplett zu tilgen (so sieht es wohl aus...) und angenommen es würden dann bspw. 20.000€ ungetilgt bleiben, hafte ich dann mit meinem Privatvermögen für den Restbetrag? Wenn ja, hafte ich in vollem umfang, oder nur in Höhe meines Erbteils (also 1/8)?

 

 

Freundliche Grüße

 

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Nachfrage, zu der ich sehr gerne wie folgt Stellung nehmen möchte:


Die Grundschuld ist in einen Defekt der das Sicherungsmittel für den Darlehensrückzahlungsanspruch. Für den Darlehensrückzahlungsanspruch haftet grundsätzlich die Person, welche entweder den Darlehensvertrag unterschrieben hat oder sich hierfür verbürgt hat. Beides trifft in ihrem Fall zum Glück nicht zu.

Als Sicherungsmittel dient somit also nur noch die Grundschuld, aus welcher sie in Anspruch genommen werden könnten. Nach dem Gesetz ist der Anspruch aus der Grundschuld auf die Duldung der Zwangsvollstreckung gerichtet.

Mit anderen Worten: es haftet nur das Grundstück und nicht die privat. Sofern der Veräußerungserlös aus einer Versteigerung nicht ausreichen sollte, müsste die Bank sich an den Darlehensnehmer wenden, könnte von Ihnen also nicht zusätzlich verlangen.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag und alles Gute!


Mit freundlichem Gruß von der sonnigen Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0049 (0) 471/3088132
Fax. 0471/57774
Danjel Newerla und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das beruhigt mich sehr...
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

es freut mich, dass ich Ihnen Ihre Sorgen nehmen konnte und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag!


Mit freundlichem Gruß von der sonnigen Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0049 (0) 471/3088132
Fax. 0471/57774

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