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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17086
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Abend, Folgender Sachverhalt Wir haben eine Verwaltung

Kundenfrage

Guten Abend,
Folgender Sachverhalt:
Wir haben eine Verwaltung beauftragt unsere Wohnung zu verwalten. Nun gab es einen Mieterwechsel am 18.09.2009.
Der Altmieter, wie sich herausstellte hatte eine Nachforderung der Betriebskosten von 940,00 Euro, die Betriebskostenabrechnung wurde aber erst im November von der Verwaltung angefertigt. Nun möchte der Mieter diese Nachforderung nicht begleichen.
Meine Frage lautet nun: Hätte die Hausverwaltung nicht die Abrechnung zum Mieterwechsel machen müssen, bzw. einen entsprechenden Betrag der Kaution zurückhalten. Sie haben nur 400,00 Euro zurückgehalten und möchten nun, dass wir für den Rest aufkommen.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht
Herzliche Grüße
Rita Kehl-Landwehr
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es war soweit in Ordnung, dass die Verwaltung erst im November 2009 abgerechnet hat. Es bestand kein notwendiger Zwang, schon zum Mieterwechsel im September abzurechnen.

Die Kaution hätte aber noch zurückbehalten werden müssen.

Sie müssen aber nicht für die Differenz aufkommen, sondern die Mieter. Die Mieter müssen (schriftlich) aufgefordert werden, die Differenz umgehend zu zahlen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

 

dass die Mieter dafür aufkommen müssten ist mir klar, sie weigern sich aber und wir müssten einen Anwalt einschalten, der uns Kosten verursacht.

Deswegen die Frage inwieweit die Verwaltung in dieser Sache aufkommen muss, falls es zum Extremfall kommt, da sie nicht genügend Kaution einbehalten hat, denn anhand der Hausgeldabrechnung vom April war es eigentlich schon klar, dass auf die Mieter eine hohe Nachforderung zukommt.

Die Verwaltung ist natürlich mit dem Mieter in Kontakt, aber sie erzählten mir, dass dieser anwaltlich die Abrechnung ablehnt, weil die Verwaltung bereits nach den neuen gesetzlichen Grundlagen abgerechnet hatten.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Man kann der Verwaltung einen Fehler und damit eine vertragliche Pflichtverletzung unterstellen.

Man hätte hier die Kaution vollständig zurückbehalten und dann mit der offenen Forderung verrechnen müssen.

Daher kann notfalls - wenn man mit den Mietern nicht zu einer Zahlung kommt - die Verwaltung auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

vielen Dank.

Nur noch kurz, wäre das denn rechtens, dass die Mieter die Betriebskostenabrechnung ablehnen, weil sie nach den neuen gesetzlichen Grundlagen erstellt wurde? Oder ist das völlig abwegig?

Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Sachbearbeiterin nicht irgendeinen Grund nennen wollte, damit ich zufrieden bin und vielleicht etwas an der Abrechnung an sich nicht stimmt.

Das war denke ich meine letzte Frage.

vielen Dank!

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Es gibt keine neuen gesetzlichen Grundlagen. Das BGB wurde zum 01.01.2002 zuletzt geändert.

Die Mieter können die Abrechnung nur zurückweisen, wenn diese nicht ordnungsgemäß ist. Dann kann die Verwaltung aber eine neue Abrechnung erstellen.

Es gibt also keinen wirklichen Grund, die Abrechnung zurückzuweisen.

raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Herzlichen Dank!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gern geschehen.