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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Scheidungsfall, bei dem die Ehepartner - seit 23 Jahren ohne

Kundenfrage

Scheidungsfall, bei dem die Ehepartner:
- seit 23 Jahren ohne Ehevertrag verheiratet sind (sie 52/ er 58)
- zwei volljährige Kinder haben (18 und 21)
- er selbständiger Arzt in einer Gemeinschaftspraxis von 2 Ärzten (nach 10 J. kam ein 2ter Arzt hinzu) ist, in der sie die ersten 6 Jahre Vollzeit und dann ca. 5-7 Jahre Teilzeit und danach als geringf. Beschäftigte (Einkommen war immer max. 400 EUR) tätig war.
- er zudem eine eigene Privatpraxis unterhält
- sie begann währenddessen eine eigenfinanz. Pilotenausbildung bei der seit 8 Jahren erst sehr geringe, heute ca. 2500 EUR/mtl brutto (selbständig) Einkommen zu verzeichenen sind.
Für eine Trennung wäre die Information, welche max. Ansprüche sie gem. Gesetz geltend machen könnte interessant. Insbesondere welche Ansprüche aus der "Arbeitsleistung" als Hausfrau und Mutter (gleichzusetzen mit einer Haushälterin und Kinderfrau) und sowie dem Einsatz in der Praxis und dem Zugewinn entstehen.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre erneute Anfrage!

Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:

Nach Ihrer Schilderung wird die Ehefrau voraussichtlich einen Anspruch auf Zugewinnausgleich, auf nachehelichen Unterhalt, sowie auf Versorgungsausgleich haben.

Die erbrachten Arbeitsleistungen stellen so genannte unbenannte Zuwendungen unter Ehegatten dar, nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes grundsätzlich nicht erstattungsfähig sind.

Diese so genannten ehebedingten Nachteile (also insbesondere die Rolle als Mutter und die Kindererziehung und Haushaltführung) haben aber eine Auswirkung auf die Dauer der nachehelichen Unterhaltsansprüche. Diese sind umso länger, je höher die ehebedingten Nachteile sind.

Bitte sehen Sie mir nach, dass eine konkrete Unterhaltsberechnung oder Zugewinnausgleichsberechnung aus der Ferne im Rahmen dieses Erstberatungsforums nicht möglich ist, da hier sämtliche Einkommensverhältnisse beider Ehegatten bekannt sein müssten. Für eine genaue Berechnung sollten Sie einen im Familienrecht erfahrenen Kollegen vor Ort beauftragen

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend und einen guten Wochenstart!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/57774

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