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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Im Mehrfamilienhaus (5 Parteien-Eigentumswohnungen) ist ein

Kundenfrage

Im Mehrfamilienhaus (5 Parteien-Eigentumswohnungen) ist ein Balkon im Laufe der Jahre (bau des Hauses 1964) wasserdurchlässig geworden und es tropfte mittig auf den unteren Balkon. Die Ursache dazu wurde aus Kostengründen nicht ermittelt. Es wurde ohne Absprache mit den anderen Eigentümer die Balkonfläche isoliert, stirnseitig vorhandene Risse gespachtelt und zusätzlich eine Außenrinne angebracht, die es vorher nicht gegeben hat.Die Entwässerung erfolgte durch einen seitlichen Innenablauf in das Fallrohr der Dachrinne. Die ET weigern sich, die Gesamtkosten nach dem Teilungsschlüssel zu übernehmen. Es herrscht die Ansicht, dass die Reparatur über das Maß der ursprünglichen Erstellung hinausgeht. Muss der ET des sanierten Balkons die kosten allein übernehmen und auf welchen § des WEG bzw. BGB können wir uns berufen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Da es sich bei dem Balkon um Gemeinschaftseigentum handelt, sind für die Wiederherstellung grundsätzlich alle Wohnungseigentümer entsprechend ihrer Anteile verpflichtet (und natürlich auch entsprechend der jeweiligen Anteile dann zu Kostentragung).

Diese Rechtsfolge ergibt sich unmittelbar aus § 16 Abs. 2 EWG.

Bei der Rinne handelt es sich meines Erachtens auch nicht um eine notwendige Wiederherstellungsmaßnahme, sondern um eine zusätzliche bauliche Maßnahme.

Hierfür ist grundsätzlich ein einstimmiger Beschluss der Eigentümergemeinschaft erforderlich. Sofern dieser nicht vorhanden ist, bliebe also der Eigentümer, welcher den Anbau der Rinne veranlasst hat, auf diesen Kosten sitzen.

§ 16 WEG


Nutzungen, Lasten und Kosten

(1) Jedem Wohnungseigentümer gebührt ein seinem Anteil entsprechender Bruchteil der Nutzungen des gemeinschaftlichen Eigentums. Der Anteil bestimmt sich nach dem gemäß § 47 der Grundbuchordnung im Grundbuch eingetragenen Verhältnis der Miteigentumsanteile.

(2) Jeder Wohnungseigentümer ist den anderen Wohnungseigentümern gegenüber verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils (Absatz 1 Satz 2) zu tragen.

(3) Die Wohnungseigentümer können abweichend von Absatz 2 durch Stimmenmehrheit beschließen, dass die Betriebskosten des gemeinschaftlichen Eigentums oder des Sondereigentums im Sinne des § 556 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches, die nicht unmittelbar gegenüber Dritten abgerechnet werden, und die Kosten der Verwaltung nach Verbrauch oder Verursachung erfasst und nach diesem oder nach einem anderen Maßstab verteilt werden, soweit dies ordnungsmäßiger Verwaltung entspricht.

(4) Die Wohnungseigentümer können im Einzelfall zur Instandhaltung oder Instandsetzung im Sinne des § 21 Abs. 5 Nr. 2 oder zu baulichen Veränderungen oder Aufwendungen im Sinne des § 22 Abs. 1 und 2 durch Beschluss die Kostenverteilung abweichend von Absatz 2 regeln, wenn der abweichende Maßstab dem Gebrauch oder der Möglichkeit des Gebrauchs durch die Wohnungseigentümer Rechnung trägt. Der Beschluss zur Regelung der Kostenverteilung nach Satz 1 bedarf einer Mehrheit von drei Viertel aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer im Sinne des § 25 Abs. 2 und mehr als der Hälfte aller Miteigentumsanteile.

(5) Die Befugnisse im Sinne der Absätze 3 und 4 können durch Vereinbarung der Wohnungseigentümer nicht eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

(6) Ein Wohnungseigentümer, der einer Maßnahme nach § 22 Abs. 1 nicht zugestimmt hat, ist nicht berechtigt, einen Anteil an Nutzungen, die auf einer solchen Maßnahme beruhen, zu beanspruchen; er ist nicht verpflichtet, Kosten, die durch eine solche Maßnahme verursacht sind, zu tragen. Satz 1 ist bei einer Kostenverteilung gemäß Absatz 4 nicht anzuwenden.

(7) Zu den Kosten der Verwaltung im Sinne des Absatzes 2 gehören insbesondere Kosten eines Rechtsstreits gemäß § 18 und der Ersatz des Schadens im Falle des § 14 Nr. 4.

(8) Kosten eines Rechtsstreits gemäß § 43 gehören nur dann zu den Kosten der Verwaltung im Sinne des Absatzes 2, wenn es sich um Mehrkosten gegenüber der gesetzlichen Vergütung eines Rechtsanwalts aufgrund einer Vereinbarung über die Vergütung (§ 27 Abs. 2 Nr. 4, Abs. 3 Nr. 6) handelt.


Ich wünsche Ihnen dann noch einen angenehmen Freitagabend und ein erholsames Wochenende!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
XXX@XXXXXX.XXX
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen.


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
XXX@XXXXXX.XXX
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774