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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Wie kann man sich gegen eine ungerechtfertigte Verurteilung

Kundenfrage

Wie kann man sich gegen eine ungerechtfertigte Verurteilung in zweiter Instanz wehren?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

Gegen ein Berufungsurteil steht Ihnen das Rechtsmittel der Revision zu. Sollte die Revision vom Berufungsgericht nicht zugelassen werden, besteht die Möglichkeit der sog. Nichzulassungsbeschwerde.

Wird alles abgelehnt, besteht unter bestimmten und ganz engen Voraussetzungen noch die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde zum Bundesverfassungsgericht (dies aber nur dann, wenn Grundrechte oder zumindest Grundrechtsgleiche Rechte verletzt worden sind).

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht auch wenn ich bedaure, Ihnen keine positivere Nachricht geben zu können und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag und ein erholsames Wochenende!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Newerla,

vielen Dank für die schnelle Antwort, die mich leider nicht wirklich weiter bringt.
Zugegebenermaßen waren meine Vorgaben auch ausgesprochen mager.

 

Wir haben folgendes Problem: Mein Freund wurde wegen Körperverletzung zu einer Zahlung an eine soziale Einrichtung sowie drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Zu recht.

 

Innerhalb des Bewährungszeitraumes trug sich folgendes zu: Bei der Leitstelle ging ein Notruf ein: man benötige auf einem Fest der Dorfjugend schnellstens einen Arzt, da jemand geschlagen worden und schwer verletzt worden sei. Mein Freund war zwar auf dem Fest, aber nicht mehr zu dem Zeitpunkt, als der Notruf einging. Die Polizei kam am nächsten Morgen zu uns und konfrontierte ihn mit dem Vorwurf: er soll jemanden krankenhausreif geschlagen haben.

 

Anzeige wurde nicht erstattet. Da jedoch "öffentliches Interesse" gegeben sei, verfolgte die Polizei die Angelegenheit weiter.

 

Mein Freund wurde von der Staatsanwaltschaft angeklagt wegen "Verwendung verfassungswidriger Zeichen und Körperverletzung".

 

Es gelang ihm nicht, entlastende Zeugen zu finden. Belastet wurde er ausschließlich von dem Zeugen, der den Sanka gerufen hatte. Der Geschädigte sagte aus, er kenne ihn nicht. Er glaube auch nicht, dass er der Täter sei. Der sei stärker gebaut gewesen und hätte kurze Haare gehabt (mein Freund hat lange Haare und ist eher hager). Allerdings sei er sehr betrunken gewesen und könne sich schwer erinnern.

 

Die Strategie des Anwalts war gewesen, Volltrunkenheit mit Blackout zuzugeben.

 

Mein Freund wurde verurteilt wegen Körperverletzung zu 4 Monaten Haft. Er zahlte an den Geschädigten Schadensersatz führ Lohnausfall und entstandene Kosten. Die Vorwurf der Verwendung verfassungswidriger Zeichen wurde schnell fallen gelassen.

 

Er legte mit demselben Anwalt Berufung ein.

 

Er wurde vor den Amtsarzt zitiert, der alles andere als objektiv war. Darauf legte er ein Gutachten vor, dass er sich in psychologischer Behandlung befindet, um Alkoholprobleme in den Griff zu bekommen.

 

Beim 2. Gerichtstermin legte die Staatsanwaltschaft ihm nahe, seine Berufung zurückzunehmen. Anderfalls würde er für zwei Jahre in die geschlossene Psychatrie eingewiesen. Nach Rücksprache mit dem Anwalt nahm er die Berufung zurück.

 

Der Strafvollzug ist momentan ausgesetzt, da er sich vermutlich einer Knieoperation unterziehen muss.

 

Infolge der zweiten Verurteilung wurde auch die Bewährung für die erste Verurteilung widerrufen.

 

Gibt es noch irgendeine Möglichkeit, gegen die Verurteilung/drohende Haftstrafe zu wehren?

 

Für eine Antwort wären wir Ihnen sehr dankbar.
Herzliche Grüße

Kunde