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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 859
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Hallo, folgender Fall A gew hrt seinem Bruder B ein Darlehen

Kundenfrage

Hallo, folgender Fall:
A gewährt seinem Bruder B ein Darlehen über zehn Jahre. Die Rückzahlung soll erfolgen in Fondsanteilen zugunsten der Kinder des A.
A verstirbt vor Ablauf der Laufzeit des Darlehens. Die Kinder des A schlagen das Erbe aus, aufgrund Verschuldung des A.
Sie verlangen nun von B Rückzahlung des Darlehnsbetrages.
Ein Fond wurde nie angelegt, der Betrag wurde an der Börse restlos verspekuliert.

Besteht ein Rückzahlungsanspruch der Kinder trotz Erbausschlagung?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Serhr geehrter Fragesteller, vielen Dank für ihre Frage.

 

Diese beantworte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaban gerne wie folgt:

 

Wird die Erbschaft durch die Kinder des A ausgeschlagen, dann gilt gemäß § 1953 Abs.1 BGB der Erbanfall als nicht erfolgt. Die Kinder sind aufgrund der Erbausschlagung nie Gesamtrechtsnachfolger des väterlichen Erblassers geworden, sodass auch nicht die Darlehensforderung ihres Vaters gegen B im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf diese übergegangen ist. Erben werden im Falle der Erbausschlagung gemäß § 1953 Abs.2 diejenigen, die gesetzlich als solche berufen wären, wenn die Kinder des A, welche die Erbschaft ausgeschlagen haben, nicht gelebt hätten.

 

Die einzige Möglichkeit, um die Ausschlagung rückgängig zu machen bestünde darin, dass die Kinder die Erbschaft wegen einer arglistigen Täuschung oder Drohung oder wegen eines Irrtums über den Ausschlagungsgrund ausgeschlagen haben und deshalb ihre Erklärung über die Ausschlagung anfechten können.

 

Die Frist zur Anfechtung der Erbausschlagung beginnt gemäß § 1954 Abs.2 BGB im Fall der Anfechtbarkeit wegen Drohung mit dem Zeitpunkt, in welchem die Zwangslage aufhört, im Falle eines Irrtums in dem Zeitpunkt, in welchem der Anfechtungsberechtigte von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt. Die Anfechtungsfrist beträgt gemäß § 1954 Abs.1 BGB 6 Wochen.

 

Ich hoffe damit ihe Frage beantwortet zu haben.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 18.03.2010 um 08:05 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo KSRecht,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Ich habe noch eine Verständnisfrage:

 

Ist es auszuschließen, daß dieser Rechtsauffassung die §§ 328,331 BGB entgegenstehen?

 

Mit freundlichen Grüßen

Customer/p>
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, ihre Rückfrage beantworte ich gern wie folgt:


Sie haben vollkommen Recht. Die Kinder des A sind dadurch, dass der Rückzahlungsanspruch aus dem Darlehensvertrag zwischen A und B Ihnen nach dem Willen der Vertragsparteien zustehen sollte, Dritte im Sinne des § 328 Abs.1 BGB. Da dieser Darlehensvertrag zwischen A un B zu Lebzeiten des A geschlossen wurde, kommt es hier auf das Vorliegen des § 331 BGB nicht an.

Die Kinder des A können somit die Rückzahlung des Darlehens von B in Fondsanteilen bzw. die Rückzahlung des Darlehens als Schadensersatz aus § 280 Abs.1 BGB fordern, da B entgegen der Vereinbarung mit A vorsätzlich die von Ihm übernommene Verpflichtung verletzt hat, die Forderung der Kinder des A auf Rückerstattung des Darlehens durch Anlegen des zurückzuerstattenden Darlehensbetrags in Fondsanteilen, zu erfüllen.

 

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 18.03.2010 um 18:33 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo KSRecht,

 

Ihre Antwort kommt einem Offenbarungseid gleich.

 

Sie sollten sich mal Ihre beiden Antworten durchlesen.

Hätte sich jemand auf Ihre schlampige erste Antwort in einem Gerichtsverfahren verlassen, wäre er verloren gewesen (und jetzt wenden Sie bitte nicht ein, man sollte immer einen Anwalt konsultieren; Sie sind Anwalt ).

 

Nur durch einen Hinweis eines Laien bemerkten Sie die §§ 228,231 BGB, die einen eventuellen Zivilprozess in die absolut gegenteilige Richtung führen würde.

 

Also was denn nun?

Kein Anspruch aufgrund Erbausschlagung oder Anspruch aufgrund Vertrags zugunsten Dritter?

Dass ich Sie als Anwalt für Zivilrecht auf diesen eklatanten Widerspruch hinweisen muss, spricht nicht für die Qualität Ihrer Rechtsauskünfte.

 

Mit freundlichen Grüßen

Customer/p>

 

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

es liegt ein Vertrag zu Gunsten Dritter vor. Meine zweite Antwort ist deshalb maßgeblich.

 

Weiter Biite ich Sie wegen meiner Rechtsauskunft in Bezug auf meine erste Antwort um Entschuldigung und unterlassen Sie bitte eine Akzeptierung meiner

Antworten, wenn Sie dies nicht ohnehin schon in Betracht gezogen haben.

 

 

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 19.03.2010 um 01:13 Uhr EST

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