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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Mein Mann hat ber Immonet ein Expose ber eine Ferienimmobilie

Kundenfrage

Mein Mann hat über Immonet ein Expose über eine Ferienimmobilie bei Engel & Völkers am 17.01.2010 angefordert. Im Anhang steht "Der Marklervertrag mit uns kommt entweder durch schriftliche Vereinbarung oder auch durch die Inanspruchnahme unserer Marklertätigkeit auf der Basis etwa des Objekt-Exposees und seiner Bedingungen oder von uns erteilter Auskünfte zustande." Es werden noch weitere Bedingungen in den AGB´s aufgeführt. Die AGB´s haben wir aber nicht explizit unterschreiben oder anerkannt. Es fand ausser der Mail kein weiterer Kontakt statt. In dem Expose ist die Straße und Hausnummer der Immobilie genannt.
3 Wochen später habe ich auch über Immonet von einer anderen Marklerin ebenfalls ein Expose angefordert. Wir konnten anhand der Fotos erkennen, dass es sich wahrscheinlich um die gleich Immobilie handelt. Eine Adresse war aber nicht angegeben. Wir haben nun eine Kaufabsicht bei der Marklerin unterschrieben.
Müssen wir beide Provisionen zahlen? Wie können wir das vermeiden?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:

Im Ergebnis wird die Frage zu klären sein, ob im vorliegenden Fall beide Makler im Falle des Erwerbs des Objektes durch Sei eine Courtags-Forderung gegen Sie geltend machen können.

In diesem Zusammenhang ist zunächst näher zu bestimmen, welche Voraussetzung en erforderlich sind, damit ein Makler überhaupt einen entsprechenden Anspruch haben kann.

Ein Makler kann eine Provision (sog. Courtage) nur dann verlangen, wenn er hierauf einen Anspruch hat. Hierzu müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Diese sind:

1.Abschluss eines wirksamen Maklervertrages

2.Nachweis- oder zumindest eine Vermittlungstätigkeit des Maklers

3.Rechtsgültiger Abschluss eines wirksamen Hauptvertrages (hier also eines Kaufvertrages)

4.Kausalität der Maklerleistung für den Hauptvertragsabschluß

5.Identität des angestrebten mit dem abgeschlossenen Hauptvertrages

6.Kenntnis des Kunden von Maklertätigkeit

Eine Doppelcourtage scheidet meines Erachtens aus .

Wie oben unter 4. angesprochen, ist Voraussetzung für einen Courtageanspruch des Maklers, dass seine Maklerleistung ursächlich für den Abschluss des konkreten Kaufvertrages ist.


Die Verhandlungen mit dem ersten Makler haben zu keinem Ergebnis geführt, da Sie aufgrund dieser Verhandlungen den Kaufvertrag schließlich nicht geschlossen haben.

Sofern Sie jetzt aufgrund der Tätigkeit des zweiten Maklers einen Kaufvertrag zu besseren Konditionen abschließen, so fehlt es an der Ursächlichkeit/Kausalität der Leistung des ersten Maklers für den Vertragsschluß. Er hat Ihnen nämlich im Endeffekt nicht das Angebot vermittelt, welches für Sie akzeptabel war.

Zwischen dem ursprünglich angebotenen und dem tatsächlich abgeschlossenen Vertrag muss nämlich eine wirtschaftliche Identität bestehen, was in Ihrem Fall nicht gegeben sein wird, da der Vertrag, den Ihnen der erste Makler ursprünglich angeboten hat, nicht der ist (hinsichtlich des Kaufpreises), den Sie dann auch abgeschlossen haben. (Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.05.1990 – Az. IV ZR 337/88).

Die Maklerleistungen, die also letztendlich zum Abschluss des Kaufvertrages geführt haben, sind die des zweiten Makler, da diese das beste Angebot unterbreitet hat (so habe ich Ihre Anfrage verstanden). Somit brauchen Sie sich keine Sorgen hinsichtlich einer doppelten Courtagezahlung zu machen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagnachmittag und ein erholsames Wochenende!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Newerla,

 

vielen Dank für Ihre prompte Antwort!

 

Wir werden versuchen von dem 1. Markler eine Verzichtserklärung zu bekommen. Ich denke, dass ist die sicherste Variante?

 

Sollten wir dann noch weitere Hilfe benötigen, dann wenden wir uns gern an Sie.

 

Auch Ihnen ein schönes Restwochenende und vielen Dank für die ruhigere Nacht, die wir haben werden

 

Mit freundllichen Grüßen

Corinne Fromberg-Grenzebach

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das mit der Verzichtserklärung ist eine prima Idee. Dann wünsche ich insoweit viel Erfolg.
Sehr gerne können Sie sich bei mir für weitere Fragen melden.
Dann wünsche auch Ihnen noch einen schöne restlichen Sonntag!



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774