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raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16971
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Was bedeutet LADUNG im Sinne Par. 22/1 StVO Wir (Fa.

Kundenfrage

Was bedeutet "LADUNG" im Sinne Par. 22/1 StVO?

Wir (Fa. Sicherungsanlagen, ähnlich Elektro-Firma) fahren LKW-geschlossen, also Transporter/Kastenwagen Renault MASTER. Haben Regal-Einbausystem, wo unsere
Werkzeuge und Kleinteile abgelegt sind. Die Alu-Leitern liegen mit Gummispannbändern gesichert im Mittelgang zwischen den an den Innenbordwänden angebrachten Regalen.
Nach vorn ist serienmäßig eine geschlossene Metalltrennwand eingebaut.
Der Materialtransport wird in Plastikbehältern/Kartons max. 40cm x 40cm x 60cm gefüllt mit kleineren Teilen (Bewegungsmelder, Verteiler usw.), die in den verbleibenden Bereich des Mittelganges gestellt werden, abgewickelt.
So die Situation bei einer Verkehrskontrolle, wo 2 Transporter, die gemeinsam unterwegs waren, jeweils wegen ungesicherter Ladung nach Par. 22/1 zu 35 EUR Verwarnungsgeld verwarnt werden.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Nach § 22 StVO sind Ladungen sowie Spannketten, Geräte und sonstige Einrichtungen verkehrssicher zu verstauen und gegen Herabfallen und vermeidbares Lärmen besonders zu sichern. Fahrzeug und Ladung dürfen zusammen nicht breiter als 2,55m und nicht höher als 4m sein. Fahrzeuge die für land- und forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, dürfen, wenn sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Arbeitsgeräten beladen sind, samt Ladung nicht breiter als 3m und nicht höher als 4m sein. Kühlfahrzeuge dürfen nicht breiter als 2,6m sein. Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,5m nicht nach vorn über das Fahrzeug, bei Zügen über das ziehende Fahrzeug hinausragen. Im Übrigen darf der Ladungsüberstand nach vorn bis zu 50 cm über das Fahrzeug, bei Zügen bis zu 50 cm über das ziehende Fahrzeug betragen. Nach hinten darf die Ladung bis zu 1,50m hinausragen, bei Beförderung über eine Wegstrecke bis zu einer Entfernung von 100km bis 3m, wobei die außerhalb des Geltungsbereichs der Straßenverkehrsordnung zurückgelegten Wegstrecken nicht berücksichtigt werden. Fahrzeug oder Zug samt Ladung darf nicht länger sein als 20,75m. Ragt das äußere Ende der Ladung mehr als 1m über die Rückstrahler des Fahrzeuges nach hinten hinaus, so ist es kenntlich zu machen durch mindestens

eine hellrote, nicht unter 30 × 30cm große, durch eine Querstange auseinander gehaltene Fahne,

ein gleichgroßes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder

einen senkrecht angebrachten zylindrischen Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm.

Die Sicherungsmittel dürfen nicht höher als 1,5m über der Fahrbahn angebracht werden. Wenn nötig, ist mindestens eine Leuchte mit rotem Licht an gleicher Stelle anzubringen, außerdem ein roter Rückstrahler nicht höher als 90cm.

Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 cm über die Fahrzeugleuchten, bei Kraftfahrzeugen über den äußeren Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzung- oder Schlussleuchten hinaus, so ist sie, wenn nötig, kenntlich zu machen, und zwar seitlich höchstens 40 cm von ihrem Rand und höchstens 1,5m über der Fahrbahn nach vorn durch eine Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine mit rotem Licht. Einzelne Stangen oder Pfähle, waagerecht liegende Platten und andere schlecht erkennbare Gegenstände dürfen seitlich nicht hinausragen.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, im Prinzip schon.

Soweit die Ladung im Innenraum aber durch die von Ihnen beschriebene Weise gesichert ist, ist die Verwarnung m.E. nicht gerechtfertigt.

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