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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3085
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

hallo. habe folgendes problem. ich habe mein autohaus verklagt.

Kundenfrage

hallo.folgende frage:ein autohaus wurde verklagt.ein auto war ingesamt 7 mal zur reparatur der klimaanlage in der werkstatt. das autohaus hat es nicht auf die reihe gebracht. dann platzte der motor, nachdem der zahnriemen gerissen war. der hätte ausgetauscht werden müssen, der fahrer wusste das natürlich als leie nicht und hätte dies von seinem autohaus erwartet, nachdem sein auto x mal dort war. so klagte er.er verlor den prozess in berufung. nun möchte die gegenpartei die anwaltskosten als schadensersatz (wg. unberechtiger forderung) geltend machen. der anwalt sagt zwar, dies sei lächerlich. ich hätte gern eine zweite meinung.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

sofern es hier um die außergerichtlichen Kosten geht, kann durchaus ein Erstattungsanspruch bestehen, wenn es hier vorher vertragliche Beziehungen gab. Nur wegen unberechtigter Forderungen und deren Abwehr dürfte jedoch kein Schadenersatzanspruch bestehen, der Bundesgerichtshof rechnet dies dem allgemeinen Lebensrisiko zu.

Da vorliegend jedoch wohl um vertragliche Leistungen gestritten worden ist, und Sie unterlegen gewesen sind, kann vorliegend durchaus ein materiell-rechtlicher Kostenerstattungsanspruch vorliegen. Dieser muss aber in Verbindung zum Verfahren stehen.

Ich hoffe, Ihnen hilfreich geantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße
Rechtsanwalt Christian Joachim und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
hallo herr joachim,
vielen dank für die antwort.
mein anwalt meinte, hier müsse schon eine pflichtverletzung vorliegen, damit die gegenpartei ansprüche geltent machen könne. welche pflicht könnte ich hier den verletzt haben? (in der vertraglichen beziehung vorher). lt. gegenpartei handelt es sich um eine verletzung der vertraglichen nebenpflichente ?!?!?!
danke.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

richtig, dies wäre die einzige Anspruchsgrundlage, auf die sich die Gegenseite stützen könnte (§ 280 Abs. 1 BGB). Die Gegenseite muss jedoch schon darlegen, um welche Nebenpflichten es sich hier handeln soll und die entsprechende Verletzung auch beweisen.

Der BGH hat in einer Entscheidung hierzu ausgeführt, dass die Geltendmachung einer unberechtigten Forderung regelmäßig eine Verletzung einer solchen Nebenpflicht darstellt.

Zu vertreten ist diese Pflichtverletzung aber erst, wenn der jeweilige „Schädiger“ die Rechtsposition nicht als plausibel ansehen durfte. Dies ist sehr ungenau formuliert und auch die Abgrenzungen sind eher wage. In der Regel wird ein Kostenersatz nicht geschuldet.

Ich hoffe, Ihre Frage weiterhin hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
hallo herr joachim,
jetzt bin ich fast glücklich. wenn sie mir den punkt:

Zu vertreten ist diese Pflichtverletzung aber erst, wenn der jeweilige „Schädiger“ die Rechtsposition nicht als plausibel ansehen durfte.

nochmals eklären könnten.
wäre super.
danke.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.

Dies könnte man so beschreiben, als wenn jemand mutwillig einen Anspruch geltend macht und dieser überhaupt nicht „plausibel“ oder nachvollziehbar ist.

Ich hoffe, Ihnen hiermit auch weitergeholfen zu haben.

Viele Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
vielen herzlichen dank.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gern geschehen, bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen zur Verfügung.

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