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Dieter Michaelis
Dieter Michaelis, Mediator
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1521
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung als selbstständiger Anwalt im Arbeits-, Familien-, Straf- und Zivilrecht.
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Dieter Michaelis ist jetzt online.

Meine Eltern haben ein Berliner Testament aufgesetzt und sind

Kundenfrage

Meine Eltern haben ein Berliner Testament aufgesetzt und sind nun beide verstorben. Die Erbengemeinschaft besteht aus drei Töchtern. Meine Mutter hat vor drei Jahren meiner Schwester ein Sparbuch geschenkt (Aussage meiner Schwester) die beiden anderen Schwestern wussten davon nichts.
Meine Fragen: Ist diese Schenkung rechtens? Kann meine Schwester frei über das geschenkte Geld verfügen? Gilt bei einem Berliner Testament die 10%-Regelung, vor drei Jahren übertragen, gehören ihr 30% des Geldes, der Rest geht in die Erbmasse ein?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller

Schenkungen zu Lebzeiten des Erblassers können zum einen Pflichtteilsergänzungsansprüche auslösen, wenn der Pflichtteilsberechtigte durch die Schenkung quasi beeinträchtigt worden ist. Eine schriftliche Schenkung kann unter Umständen auch nach dem Erbfall vollzogen werden. Die Erben haben das Recht, eine solche Schenkung (das Schenkungsversprechen) nachträglich anzufechten.

Dies folgt aus dem Pflichtteilsergänzungsanspruch des§ 2325 BGB .

Die Höhe des Anspruchs ist abhängig von dem Wert der Schenkung .Soweit die Schenkung nicht bereits 10 Jahre zurückliegt , bleibt sie unberücksichtigt.

Sie wird somit unter den 3 Geschwistern aufgeteilt .

Eine entsprechende Regelung gibt es für den Erbvertrag in § 2287 BGB .

M.f.G.
Dieter Michaelis, Mediator
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1521
Erfahrung: Langjährige Erfahrung als selbstständiger Anwalt im Arbeits-, Familien-, Straf- und Zivilrecht.
Dieter Michaelis und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, die Schenkung des Sparbuchs an ihre Schwester vor Eintritt der Nacherbenfolge ist wirksam und mindert damit in Höhe des Sparguthabens den Nachlass. Da alle drei Schwestern als Erben eingsetzt sind, gbt es keinen Pflichtteilergänzungsanspruch gegen die beschenkte Schwester. Dies wär nur dann der Fall, wenn diese als Alleinerbin testamentarisch eingesetzt wäre und die anderen Schwestern deshalb nur Anspruch auf ihren Pflichtteil hätten.

 

MfG

 

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