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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 919
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

In einer Erbauseinandersetzung habe ich ein sehr unversch mtes

Kundenfrage

In einer Erbauseinandersetzung hat ein guter Freund von mir ein sehr unverschämtes und beleidigendes Schreiben des Anwaltes der Gegenpartei erhalten. Angesehen davon, dass ich mich bereits in seinem Namen bei der entsprechenden Anwaltskammer beschwert habe, erwäge ich rechtliche Schritte (Beleidigungsklage) gegen besagten Rechtsanwalt.
An wen könnte ich mich da am besten wenden?
Danke, Reinhardt
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrrter Fragesteller, vielen Dank für ihre Frage.

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Sie müssen einen Strafantrag wegen Beleidigung gegen den Rechtsanwalt bei der Polizei stellen. Es kann sein, dass die Amtsanwaltschaft in ihrem Fall das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung wegen der Beleidigung verneint und Sie auf den Privatklageweg verweist. In diesem Fall müssen Sie die Strafverfolgung selbst durch Klage vor einem Zivilgericht in die Hand nehmen, d.h. einen Rechtsanwalt mit der Klageerhebung beauftragen. Der Zivilrichterichter entscheidet dann über die Strafbarkeit und Strafzumessung hinsichtlich des beleidigenden Verhaltens des Rechtsanwalts.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen gegebenenfalls bei Rückfragen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 04.03.2010 um 10:23 Uhr EST
K. Severin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Akzeptierung meiner Antwort !

 

Ich möchte noch etwas Wichtiges in ihrem Fall hinzufügen: Im Fall einer Beleidigung ist die Stellung der Privatklage bei Verweisung auf den Privatklageweg erst zulässig gemäß § 380 Abs.1 ff. StPO, wenn zuvor ein Sühnversuch vor einer sogenannten Vergleichsstelle zwischen Ihnen und dem Rechtsanwalt gescheitert ist. Welche Stelle dafür zuständig ist, kann Ihnen die Landesjustizverwaltung des Bundeslandes mitteilen, in dem Sie wohnhaft sind.

Für die Privatklage selbst ist das Amtsgericht zuständig, allerdings nicht das Amtsgericht für Zivilsachen, sondern das Amtsgericht für Strafsachen. In diesem Punkt (Zuständigkeit des Zivilgerichts) muss ich meine vorherigen Ausführungen korrigieren und entschuldige mich für diesen Fehler bei Ihnen.

 

 

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von K. Severin am 04.07.2010 um 05:09 Uhr EST