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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3193
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Habe am 11.01.2010 die K ndigung erhalten.Im Schreiben steht

Kundenfrage

Habe am 11.01.2010 die Kündigung erhalten.Im Schreiben steht auch das Überstunden u Urlaubsanspruch nicht mehr bestehen.Dies habe ich auch so unterschrieben.Nun mußte ich bei der letzten Lohnabrechnung feststellen das mir ca. 80 Überstunden fehlen.Ich habe die Kündigung in der Annahme unterschrieben das der Ansruch nicht mehr besteht,wenn alles bezahlt ist. Nun meine Frage. Darf der Arbeitgeber dies im Kündigungsschreiben überhaupt schreiben?. Habe ich noch Anspruch auf die Überstunden,da ich ja unterschrieben habe?. Da ich keine Rechtsschutzversicherung habe macht es da Sinn vor dem Arbeitsgericht zu klagen?.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Frage.

Ob Sie noch Anspruch auf die Überstunden haben, dürfte sich aus dem genauen Wortlaut der Kündigung ergeben. Sofern es sich hier um einen Verzicht beziehungsweise um eine so genannte Ausgleichsklausel handelt, dass keine Ansprüche Ihrerseits mehr bestehen, dürften hier nicht so gute Chancen bestehen.

Alleine, wenn Sie dies bei Unterzeichnung der Kündigung nicht hätten erkennen können und gegebenenfalls hier nur gedacht haben, dass es sich um ein Empfangsbekenntnis handelt, dürften die entsprechenden Überstunden noch erfolgreich geltend zu machen zu sein. Wie geschrieben, kommt es auf die genaue Formulierung des Schreibens und der Vereinbarung an.

Im Arbeitsgerichtsverfahren in der ersten Instanz muss jeder grundsätzlich seine Kosten selbst tragen. Dies gilt auch, wenn Sie obsiegen sollten. Daher wäre eine Rechtschutzversicherung hier sinnvoll und es wäre genau auszurechnen, ob für Sie Nachzahlung der Überstunden, und Inanspruchnahme anwaltlicher Vertretung, ihr ein Guthaben bleiben würde.

Sollten Sie über ein geringes Einkommen verfügen, besteht jedoch die Möglichkeit Prozesskostenhilfe zu erhalten. In diesem Fall würde die Kosten der anwaltlichen Vertretung der Staat übernehmen.

Ich hoffe, Ihre Fragen hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen selbstverständlich gerne, gegebenenfalls auch zur Geltendmachung der Ansprüche zur Verfügung.

Viele Grüße