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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3098
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Meine Tochter (16 Jahre) ist unterhaltsberechtigt gegen mich

Kundenfrage

Meine Tochter (16 Jahre) ist unterhaltsberechtigt gegen mich und lebt bei ihrer Mutter. Sie geht für ein Jahr nach Australien. Den Aufenthalt in Australien finanziere ich, der Vater. Kann ich, solange meine Tochter in Australien ist und ich dort für ihren Unterhalt aufkomme, die Zahlung an die Mutter reduzieren?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegenbrachte Vertrauen.

Soweit Sie den gesamten Lebensunterhalt ihrer Tochter für dieses eine Jahr finanzieren, dürften Sie weit mehr an Unterhalt an Ihre Tochter zahlen, als Sie im Rahmen der Barunterhaltspflicht eigentlich müssten. Aus diesem Grund sind keine weiteren Unterhaltszahlungen an die Mutter nötig, wobei ich davon ausgehe, dass diese Unterhaltszahlungen an die Mutter den Kindesunterhalt darstellen. Dies setzt jedoch voraus, dass Sie auch den Unterhalt für den Lebensbedarf in Australien Ihrer Tochter finanzieren, nicht nur die Reise dorthin oder Gebühren. Im letzteren Fall könnte man an die Vornahme eines Abschlages vom derzeitigen Kindesunterhalt denken.

Anspruch auf den Kindesunterhalt hat lediglich das Kind, jedoch nicht die Mutter. Die Mutter ist jeweils nur als gesetzliche Vertreterin empfangsbevollmächtigt.

So weit jedoch Ehegattenunterhalt oder anderer Unterhalt als Kindesunterhalt an die Mutter geschuldet wird, haben die Unterhaltszahlungen an Ihre Tochter und insbesondere die komplette Finanzierung des Aufenthalts Ihrer Tochter keine Auswirkungen auf den Unterhalt an die Mutter.

Ich hoffe, Ihre Frage hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen selbstverständlich gerne weiterhin zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein, der Unterhalt an meine geschiedene Frau steht hier nicht zur Debatte, das ist klar.

Ich zahle zurzeit 420€ Barunterhalt an meine Tochter. Für den Australienaufenthalt zahle ich das Schulgeld (ca. 5.000€) und den Flug, sowie ca. 5.500€ für Unterkunft und Verpflegung in der Gastfamilie. Dieser Betrag wird explizit ausgewiesen.

Kann ich also genau diese 5.500€, den ich für die Unterkunft in der Gastfamilie zahle, auf den Kindesunterhalt anrechnen? Das wären dann ca. 460€ im Monat, also schon mehr als das, was ich im Moment zahle.

Ich fürchte, die Mutter wird geltend machen, dass sie während der Auslandszeit unserer Tochter weiterhin die vollen Kosten für das Haus (gehört uns auch nach der Scheidung noch gemeinsam je zur ideellen Hälfte) tragen muss, in dem sie dann ganz alleine wohnt. Die Betriebskosten für das Haus übersteigen ihr Einkünfte bei weitem, sie finanziert es zurzeit offensichtlich aus dem Unterhalt.

Ich wohne dort nicht mehr.
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Nachfrage.

Da Sie den gesamten Unterhalt für Ihre Tochter für dieses Jahr alleine finanzieren, brauchen Sie auch keinen weiteren Unterhalt bezahlen. Der Unterhalt ist lediglich zur Unterstützung des Kindes gedacht, nicht für die Unterhaltung oder Finanzierung des Hauses. Hier ist die Mutter verantwortlich.

Allerdings müssten Sie sich eigentlich, sofern Sie dies in der Vergangenheit noch nicht getan haben oder es andere Absprachen gibt, als Miteigentümer an den laufenden Lasten des Hauses beteiligen. Hierzu gehören die Grundsteuer, die Versicherung und gegebenenfalls auch die Darlehensbelastungen. Im Gegenzug dazu können Sie von der Mutter als Nutzerin des Hauses eine Nutzungsentschädigung fordern.

In der Regel hebt sich die Verpflichtung zur Zahlung der jeweiligen Kreditraten und der Nutzungsentschädigung auf.

Rechtsanwalt Christian Joachim und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gut, dann habe ich das richtig verstanden. Beim Haus geht es nur um die Betriebskosten (Strom, Heizung, Wasser), Grundsteuer, Versicherungen pp. teilen wir uns natürlich.

Danke für die Unterstützung!
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

schön, dass ich Ihnen helfen konnte, sollten noch weitere Informationen notwendig sein, fragen Sie einfach.

Viele Grüße

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