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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Guten Tag.. ist ein am telefon abgeschlossener Vertrag (unwissentlich)

Kundenfrage

Guten Tag.. ist ein am telefon abgeschlossener Vertrag (unwissentlich) über eine Hotlein der Invoicetel GmbH rechtskräftig? Wenn man durch sofortige Erbringung der Dienstleistung auf sein Wiederrufsrecht verzichtet (zu diesem Zeitpunkt von mir nicht bewusst und nicht eindeutig verständlich).
Muss ich nun die Kosten des angeblich abgeschlossenen Vertrages in höhe von 72 € tragen?
Mfg
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

Grundsätzlich ist auch ein am Telefon geschlossener Vertrag gültig. Da es sich hierbei aber um einen so genannten Fernabsatzvertrag handelt, hätten Sie in diesem Fall auch grundsätzlich ein Widerrufsrecht.

Wenn in Ihrem Fall keine schriftliche Widerrufs Belehrung erfolgt ist, können Sie auch noch nach den 14 Tagen widerrufen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn Sie wirksam auf Ihr Widerrufsrecht verzichtet haben oder falls Sie die Dienstleistung bereits in Anspruch genommen haben.

Sofern Sie die Dienstleistung bereits in Anspruch genommen haben, könnte eine Zahlungspflicht aber auch aus einem anderen Grund einfallen. Das wäre nämlich dann der Fall, wenn Sie über die Kostenpflichtigkeit getäuscht worden sind und Ihnen dann nicht bewusst war, dass Sie hier einen kostenpflichtigen Dienst in Anspruch nehmen.

Unter diesen Voraussetzungen können Sie dann den geschlossenen Vertrag gem. § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechten und die Zahlung der geforderten Gebühren verweigern.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen erfolgreichen Wochenstart!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Es war mir zu diesem Zeitpunkt bewusst das ich einen kostenpflichtigen Dienst in anspruch nehme aber nicht das ich dadurch eine 30 Tage Pauschale (vertrag) abschließe. Angeblich besteht die möglichkeit die AGB´s am Telefon abzurufen was mir zu diesem zeitpunkt allerdings noch nicht bewusst war.
Der "vertrag" kam am 2.1 zustande und die Rechnung habe ich erst einige Tage später erhalten (zwischen 15. u. 20.1). Darauf hin habe ich die firma angeschrieben und den vertrag wiederrufen (am 25.1). Ebenso habe ich darauf hingewiesen das ich niemals eine Wiederrufsbelehrung unterschrieben habe. Nun behauptet aber die firma das ich am telefon vorab genaustens darüber informiert wurde (kann mich aber nicht an solches erinnern) habe dann folgende antwort bekommen:

der von uns in Rechnung gestellte Service wurde nachweislich von Ihrem
Telefonanschluss 0170*** bestellt.

Bei Überprüfung Ihres Einzelverbindungsnachweises werden Sie erkennen, dass
der genannte Anruf von diesem Telefonanschluss aus erfolgte.

Allen unseren Kunden werden beim ersten Anruf ohne Berechnung die
Nutzungsbedingungen mitgeteilt. Darüber hinaus können die AGB's,
Preisinformationen und die Widerrufsbelehrung auf Wunsch der Anrufer
kostenlos abgehört werden.

Bereits in der Werbung wird der Anrufer darauf hingewiesen, dass er ein
Minutenkontingent von 1.800 Min. bestellt, welches innerhalb eines
Zeitraumes von 30 Tagen ganz oder in Teilen abrufbar ist. Hieraus ergibt
sich ein Preis pro Minute von 0,04 ? bzw. pro Monat von 72,00 ?.

Sie waren mit der sofortigen Erbringung unserer Dienstleistung einverstanden
und haben damit gemäß § 312 d Abs. 3 S. 2 BGB auf Ihr Widerrufsrecht
verzichtet (siehe auch unsere AGBs "Widerrufsrecht").

Zur Vermeidung weiterer Kosten, bitten wir um rechtzeitigen Ausgleich
unserer Forderungen.

wie soll ich jetzt weiter vorgehen da ich die einzelnen telefongebühren ja schon bezahlt habe aber ich die 72 € nicht bezahlen möchte..
Vielen Dank. MFG
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Erneut posten: Unvollständige Antwort.
Es war mir zu diesem Zeitpunkt bewusst das ich einen kostenpflichtigen Dienst in anspruch nehme aber nicht das ich dadurch eine 30 Tage Pauschale (vertrag) abschließe. Angeblich besteht die möglichkeit die AGB´s am Telefon abzurufen was mir zu diesem zeitpunkt allerdings noch nicht bewusst war.
Der "vertrag" kam am 2.1 zustande und die Rechnung habe ich erst einige Tage später erhalten (zwischen 15. u. 20.1). Darauf hin habe ich die firma angeschrieben und den vertrag wiederrufen (am 25.1). Ebenso habe ich darauf hingewiesen das ich niemals eine Wiederrufsbelehrung unterschrieben habe. Nun behauptet aber die firma das ich am telefon vorab genaustens darüber informiert wurde (kann mich aber nicht an solches erinnern) habe dann folgende antwort bekommen:

der von uns in Rechnung gestellte Service wurde nachweislich von Ihrem
Telefonanschluss 0170*** bestellt.

Bei Überprüfung Ihres Einzelverbindungsnachweises werden Sie erkennen, dass
der genannte Anruf von diesem Telefonanschluss aus erfolgte.

Allen unseren Kunden werden beim ersten Anruf ohne Berechnung die
Nutzungsbedingungen mitgeteilt. Darüber hinaus können die AGB's,
Preisinformationen und die Widerrufsbelehrung auf Wunsch der Anrufer
kostenlos abgehört werden.

Bereits in der Werbung wird der Anrufer darauf hingewiesen, dass er ein
Minutenkontingent von 1.800 Min. bestellt, welches innerhalb eines
Zeitraumes von 30 Tagen ganz oder in Teilen abrufbar ist. Hieraus ergibt
sich ein Preis pro Minute von 0,04 ? bzw. pro Monat von 72,00 ?.

Sie waren mit der sofortigen Erbringung unserer Dienstleistung einverstanden
und haben damit gemäß § 312 d Abs. 3 S. 2 BGB auf Ihr Widerrufsrecht
verzichtet (siehe auch unsere AGBs "Widerrufsrecht").

Zur Vermeidung weiterer Kosten, bitten wir um rechtzeitigen Ausgleich
unserer Forderungen.

wie soll ich jetzt weiter vorgehen da ich die einzelnen telefongebühren ja schon bezahlt habe aber ich die 72 € nicht bezahlen möchte..
Vielen Dank. MFG